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Gewerbesteuer bringt Damme 15 Millionen Euro ein

Kämmerer Werner Fischer hat den Politikern im Wirtschaftsförderungs-, Finanz- und Kulturausschuss den Nachtragshaushalt für das laufende Jahr vorgestellt. Die Finanzen sind besser als gedacht.

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Money, Money, Money: Allein die Gewerbesteuer spült dieses Jahr 5 Millionen Euro mehr und damit 15 Millionen Euro in die Dammer Stadtkasse. Foto: dpa / Wüstneck

Money, Money, Money: Allein die Gewerbesteuer spült dieses Jahr 5 Millionen Euro mehr und damit 15 Millionen Euro in die Dammer Stadtkasse. Foto: dpa / Wüstneck

Der Nachtragshaushaltsplan 2022 der Stadt Damme weist deutlich höhere Erträge im Ergebnishaushalt aus, als der im vergangenen Dezember vom Rat verabschiedete Haushaltsplan für das laufende Jahr. Bei der Sitzung des Wirtschaftsförderungs-, Finanz- und Kulturausschusses, der das Zahlenwerk befürwortete und dem Rat einstimmig die Annahme empfahl, nannte Kämmerer Werner Fischer einen Anstieg des Volumens des Ergebnisetats um fast 7 Millionen Euro auf rund 38,2 Millionen Euro.

Die ordentlichen Aufwendungen erhöhten sich, wenn es bei den aktuellen Prognosen bleibt, bis zum Jahresende um rund 2,8 auf fast 33,23 Millionen Euro. Der Ergebnishaushalt wird mit einem Jahresergebnis von knapp 5 Millionen Euro abschließen. Ursprünglich hatte der Kämmerer 890.600 Euro angenommen. Für das deutlich umfangreichere Volumen gibt es Gründe. So beträgt das Plus bei Steuern und ähnlichen Abgaben 5,9 Millionen Euro. Davon machen alleine die Gewerbesteuereinnahmen 5 Millionen Euro zusätzlich aus. Die Summe resultiert nach Worten Werner Fischers aus Nachzahlungen für vergangene Jahre.

Die höchste Summe der Dammer Geschichte

Insgesamt werden sich die städtischen Einnahmen bei der Gewerbesteuer in diesem Jahr bei 15 Millionen Euro bewegen – die höchste Summe, die jemals ein Kämmerer in der Dammer Geschichte verzeichnet hat. Bei der Umsatzsteuer nimmt die Stadt 300.000 Euro, beim Anteil an der Einkommenssteuer 600.000 Euro mehr als veranschlagt ein.

Allerdings erhöhen sich auch die Ausgaben deutlich. Die sogenannten Transferaufwendungen nehmen um zirka 2,12 Millionen Euro zu. Die von Damme zu zahlende Kreisumlage steigt ob der Mehreinahmen um 1,4 Millionen Euro, die an das Land abzuführende Gewerbesteuerumlage um 750.000 Euro.

Personalkosten der Stadt steigen deutlich

Ebenfalls deutlich nach oben gegangen sind die Personaufwendungen (plus 320.800 und damit knapp 4,84 Millionen Euro) sowie die Sach- und Dienstleistungen etwa für Flüchtlingsunterkünfte (plus 282.000 auf rund 5,6 Millionen Euro). Unter dem Strich belaufen sich die Gesamtaufwendungen auf fast 33,27 Millionen Euro, rund 2,82 Millionen Euro mehr als zunächst geplant.

Die Einzahlungen in den Finanzhaushalt steigen um fast 6,2 auf 35,259 Millionen Euro, die Auszahlungen um knapp 2,55 auf zirka 28,25 Millionen Euro. Bei den Investitionen sinken die Einzahlungen um etwa 1,4 auf fast 7,39 Millionen Euro, die Ausgaben erhöhen sich nach Worten Werner Fischers um zirka 1,98 auf rund 14,43 Millionen Euro.

Etwa 2,3 Millionen Euro Schulden

Der Schuldenstand der Stadt werde sich bis zum Ende des Jahres um 30.000 Euro erhöhen und bei ungefähr 2,3 Millionen Euro liegen, hieß es. Dabei handele es sich aber bei 1,4 Millionen Euro um zinslose Darlehn aus der Kreisschulbaukasse. Den Rest habe die Stadt auf dem Kreditmarkt aufgenommen.

„Der Haushalt 2022 hat sich besser entwickelt als erwartet“, sagte Werner Fischer. Dennoch bestehe für Überschwang kein Anlass. Für 2023 erwartet er aufgrund der aktuellen Entwicklungen wie der Inflation und der Energieknappheit eine schwierige Haushaltslage. Es bleibe zum Beispiel abzuwarten, wie die Stadt die Investitionen im kommenden und in den Folgejahren werde stemmen können.

400 Prozent Preisteigerung bei Gas erwartet

Die Belastungen werden jedenfalls steigen. Als Beispiel nannte der Kämmerer die Kosten für Gas. Der Vertrag mit dem Lieferanten laufe Ende des Jahres aus. Er erwarte eine Preissteigerung um 400 Prozent. Der Liefervertrag für den Strom sei noch bis Ende 2023 gültig.

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