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Gesundheitsministerin Behrens für Impfpflicht ab September

Derweil zeichnen sich mit der neuen Corona-Verordnung Lockerungen bei den Alltagsbeschränkungen ab. Das sei aber von den Infektionszahlen abhängig.

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Daniela Behrens (SPD), Gesundheitsministerin in Niedersachsen. Foto: dpa/Gentsch

Daniela Behrens (SPD), Gesundheitsministerin in Niedersachsen. Foto: dpa/Gentsch

Eine allgemeine Impfpflicht für alle über 18-Jährigen sollte nach Ansicht von Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens möglichst schon vom 1. September an gelten. "Wir brauchen diese Grundimmunität, um aus den Corona-Schleifen herauszukommen. Was nützt ein schöner Sommer, wenn es im Herbst wieder schwierig wird?", sagte die SPD-Politikerin der "Nordwest-Zeitung" (Samstag).

"Ich würde mir eher wünschen, dass die Impfpflicht schon ab 1. September greifen könnte, damit wir gut für den Herbst vorbereitet sind." Behrens hatte zuvor bereits die Bundesregierung aufgefordert, möglichst schnell im Sinne einer allgemeinen Impfpflicht zu entscheiden.

Neue Corona-Verordnung kommt ab dem 23. Februar

Trotz weiter hoher Infektionszahlen in der Omikron-Welle zeichnen sich unterdessen mit der neuen Corona-Verordnung in Niedersachsen Lockerungen bei den Alltagsbeschränkungen ab. "Im Grundsatz plant die Landesregierung Lockerungen", sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Samstag). Das sei aber von den Infektionszahlen abhängig. Zuvor schon hatte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) angekündigt, dass mit der neuen Verordnung ab dem 23. Februar einige Beschränkungen fallen sollen.

Gesundheitsministerin Behrens sagte der "Nordwest-Zeitung", die Belastung des Gesundheitswesens sei durch die Omikron-Variante nicht so groß wie bei der Delta-Variante. "Wir gehen davon aus, dass nach dem Erreichen des höchsten Inzidenzwertes in der kommenden Woche die Zahlen schnell wieder sinken werden. Daher wird im Sommer mehr möglich sein als jetzt."

Gleichzeitig warnte Behrens vor einem zu schnellen Vorgehen: "Wir dürfen kurz vor dem Ziel jetzt nicht die Nerven verlieren." Bislang hätten die Kennzahlen zu Infektionsgeschehen, Krankenhauseinweisungen und Intensivbettenbelastung als Maßstab für Schutzmaßnahmen gewirkt.

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