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Gesundheitsministerin Behrens ärgert sich über Impfkommission

Die Stiko habe im Vergleich zu den USA und Großbritannien viel zu lange geprüft, während dort Kinder längst geimpft geimpft worden seien, beklagt die niedersächsische Gesundheitsministerin.

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Daniela Behrens spricht in der Landespressekonferenz im niedersächsischen Landtag. Foto: dpa/Frankenberg

Daniela Behrens spricht in der Landespressekonferenz im niedersächsischen Landtag. Foto: dpa/Frankenberg

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens hat die Ständige Impfkommission (Stiko) scharf kritisiert. Das Verhalten der Stiko habe sie sehr geärgert, sagte die SPD-Politikerin dem Politikjournal "Rundblick" (Mittwoch). Jugendliche in den USA, in Großbritannien und anderen Ländern
seien längst gegen Covid-19 geimpft worden, während die Stiko immer
noch geprüft habe. "Dann haben wir mit 33 der 50 Impfzentren vereinbart, dass Jugendliche auch ohne Stiko-Votum geimpft werden", sagte sie. Das sei trotz der Kritik von Ärzten richtig gewesen.

Zuvor hatte die Stiko am Dienstag eine Empfehlung für eine Covid-Schutzimpfung für alle gesunden Kinder ab 5 Jahren veröffentlicht. Behrens sagte, mit einer Erstimpfquote bei den 5- bis 11-Jährigen Kindern von 26,9 Prozent stehe Niedersachsen im Bundesvergleich zwar auf Platz vier. "Gerade mit Blick auf den Herbst erscheint mir die Quote in dieser Altersgruppe aber noch deutlich zu niedrig."

In einer Mitteilung der Stiko hieß es, Kinder ab 5 Jahren sollten zunächst nur eine Impfstoffdosis bekommen. Die Impfung solle vorzugsweise mit dem Impfstoff Comirnaty von Biontech in reduzierter Dosis erfolgen. Bislang hatte das Gremium in dieser Altersgruppe nur zur Immunisierung geraten, wenn Kinder Vorerkrankungen oder Menschen mit hohem Corona-Risiko im Umfeld hatten. Nach ärztlicher Aufklärung konnte aber bereits jedes Kind dieser Altersgruppe geimpft werden.

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