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Gesundheits- und Finanzminister beraten über Pandemie-Fonds

Die WHO ist besorgt über eine nachlassende Eindämmung des Coronavirus in vielen Ländern. Die Gesundheits- und Finanzminister der G20 diskutieren in Indonesien über zukünftige Pandemien.

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Das Logo und das Gebäude des Hauptsitzes der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind abgebildet. Mitten in der Coronavirus-Pandemie hat US-Präsident Trump einen Stopp der Beitragszahlungen für die WHO veranlasst. Foto: dpa

Das Logo und das Gebäude des Hauptsitzes der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind abgebildet. Mitten in der Coronavirus-Pandemie hat US-Präsident Trump einen Stopp der Beitragszahlungen für die WHO veranlasst. Foto: dpa

Die G20-Staaten wollen sich besser für künftige Pandemien wappnen und mit einem permanenten Fonds schneller auf Massenerkrankungen reagieren.

Der geplante Finanzvermittlungsfonds (FIF, Financial Intermediary Fund) sollte am Dienstag im Mittelpunkt eines Treffens der Gesundheits- und Finanzminister des Zusammenschlusses der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer im indonesischen Yogyakarta stehen. Der Inselstaat Indonesien hat in diesem Jahr den G20-Vorsitz.

Fünf Länder und die Europäische Union hätten bereits 1,1 Milliarden Dollar (eine Milliarde Euro) für den Fonds zugesagt, sagte Nadia Tarmizi, Sprecherin des indonesischen Gesundheitsministeriums. "Unser Ziel ist es, dass alle G20-Staaten Beiträge zum Fonds zusagen, weil wir 15 Milliarden Dollar (14,2 Milliarden Euro) mobilisieren wollen", erklärte sie. Die Gespräche sollten am Abend (Ortszeit) beginnen.

Die Beratungen hatten am Montag mit einem Treffen der G20-Gesundheitsminister begonnen, an dem auch der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, teilnahm. Er warnte eindringlich davor, im Kampf gegen das Virus nachzulassen. "Die Wahrnehmung, dass die Pandemie vorbei ist, ist fehl am Platz", betonte der Äthiopier. Seine Behörde sei nach wie vor sehr besorgt, dass "ein Mangel an Corona-Tests und Sequenzierung uns für die Entwicklung des Virus blind macht".

WHO-Chef: Pandemie ist nicht vorbei

Vertreter westlicher Länder verurteilten zum Auftakt erneut die Invasion Russlands in die Ukraine. Moskaus Vorgehen habe die globale Gesundheitsarchitektur sowie die Ernährungssicherheit übermäßig belastet, sagte die stellvertretende Sekretärin im US-Ministerium für Gesundheit, Andrea Palm. Russland habe zudem in der Ukraine Gesundheitseinrichtungen zerstört und Gebäude angegriffen, in den unschuldige Zivilisten, darunter Kinder, Zuflucht gesucht hätten.

Russlands stellvertretender Gesundheitsminister Oleg Salagay warf den Teilnehmern vor, das Treffen zu "politisieren". Er betonte: "Wir bitten unsere Kollegen innerhalb unseres Mandats zu bleiben und über die Gesundheitsversorgung zu diskutieren."

Ende Oktober werden sich die G20-Gesundheitsminister zu weiteren Gesprächen auf Bali treffen – kurz vor Beginn des G20-Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs, das am 15. und 16. November auf der beliebten Urlaubsinsel stattfindet.

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