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Gesprengte Geldautomaten: Pistorius für schnelle Nachrüstung

Niedersachsens Innenminister fordert konkrete Maßnahmen von Banken für einen besseren Schutz der Automaten. Die Zahlen sind alarmierend.

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Ein gesprengter Geldautomat. Foto: dpa/Balk

Ein gesprengter Geldautomat. Foto: dpa/Balk

Angesichts der hohen Zahl an gesprengten Geldautomaten fordert Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) konkrete Maßnahmen von Banken für einen besseren Schutz. Bis April 2023 sollten Banken der Innenministerkonferenz (IMK) und dem Bundesinnenministerium klare Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit von Geldautomaten vorlegen, sagte Pistorius am Freitag nach Ende der IMK in München.

"In Niedersachsen bereiten wir als Innenministerium gemeinsam mit dem Justizministerium zeitgleich eine entsprechende Bundesratsinitiative vor, um Banken zu entsprechenden Maßnahmen zu verpflichten, falls das nicht freiwillig geschieht." Durch die inzwischen fast ausschließlich genutzten Festsprengstoffe würden bei diesen Taten Menschenleben akut gefährdet. "Deswegen muss ihnen schnell der Anreiz für diese Taten genommen werden."

In Niedersachsen sind dieses Jahr laut Landeskriminalamt (LKA) so viele Geldautomaten gesprengt worden wie noch nie in einem Jahr zuvor. Bis Dienstagmorgen dieser Woche waren es bereits 60 Taten. Im gesamten Vorjahr waren es 55 vollendete und nicht vollendete Fälle. Dem LKA zufolge wird die Jahresstatistik erst seit 2015 erfasst. Damals war der Wert mit 30 Taten noch halb so niedrig wie heute.

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