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Geschwätz von gestern

Thema: Sigmar Gabriel war Berater bei Tönnies - Seit Jahren kämpft die SPD um Wähler, um nicht in der Versenkung zu verschwinden. Profit-Gier beim Führungspersonal ist da nicht besonders hilfreich.

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Die SPD stolpert seit Jahren von einer Umfrage-Misere in die nächste. Nicht ohne Grund. Eine Partei, deren aktuelles und ehemaliges Führungspersonal sich immer wieder von der eigenen Profit-Gier leiten lässt und die Prinzipien der Sozialdemokratie mit Füßen tritt, muss sich nicht wundern, wenn der Wähler sein Kreuz an einer anderen Stelle setzt.

Zum einen ist dort das SPD-Spitzenduo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, welches sich zusätzlich zu ihren monatlichen Bezügen von rund 10.000 Euro eine Aufwandsentschädigung von rund 9.000 Euro monatlich gönnt.

Zum anderen lässt sich der sozialdemokratische Altkanzler Gerhard Schröder seinen Ruhestand als Mitglied des Aufsichtsrates des russischen Gasriesen Gazprom vergolden und hofiert als Kreml-Lobbyist den autokratischen russischen Machthaber Wladimir Putin bei jeder Gelegenheit.

Nun also auch noch Sigmar Gabriel. Noch als Bundeswirtschaftsminister prangerte der Niedersachse die grausamen Zustände in der Fleischindustrie an und ließ sich von Clemens Tönnies durch seinen Schlachthof führen. Von den danach vereinbarten und versprochenen Verbesserungen für die Werkvertragsarbeiter blieb nur heiße Luft. Doch was stört einen Gabriel schon sein Geschwätz von gestern, wenn der Fleischfabrikant ein paar Jahre später mit den Geldscheinen wedelt.

Nein, liebe SPD. So gewinnt man keine Wähler zurück. Wer sich sozialdemokratisch auf die Fahnen schreibt und dem profitorientierten Lobbyismus verfällt, der hat einfach ein Glaubwürdigkeitsproblem.

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