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Gerdesmeyer will Burgwald mit Punkte-Plan schützen

Versiegelte Flächen sollen mit Kompensationpunkten belegt werden, die dann wiederum dem Burgwald zugute kommen, sagte der CDU-Landratskandidat auf einer Veranstaltung seiner Dinklager Parteikollegen.

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Immer einen Ausflug wert: der Dinklager Burgwald mit der Dietrichsburg als touristischem Anziehungspunkt. Foto: Böckmann

Immer einen Ausflug wert: der Dinklager Burgwald mit der Dietrichsburg als touristischem Anziehungspunkt. Foto: Böckmann

Mit einem kreisweiten Punkte-Plan möchte der CDU-Landratskandidat Tobias Gerdesmeyer den vom Austrocknen bedrohten Dinklager Burgwald schützen. Seine Anregung: Neue versiegelte Flächen sollen mit Kompensationspunkten belegt werden, die dann wiederum dem Burgwald zugute kommen. So sollen in dem Naherholungsgebiet in den Saumbereichen sinnvolle Maßnahmen umgesetzt werden. Das sagte der Lohner Bürgermeister laut einer Pressemitteilung bei der Veranstaltungsreihe "CDU im Dialog" der Dinklager Christdemokraten.  

Gemeinsam mit Sabine Meyer, Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion und stellvertretende Dinklager Bürgermeisterin, war sich Gerdesmeyer vor den rund 70 Gästen bei Fetisch-Jordan in diesem Punkt einig:  Ein wissenschaftliches Gutachten ist für die Politik eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Gerdesmeyer spielte damit auf die Kritik von Naturschützern an, die die Aussagen aus dem Gutachten zur Ansiedlung der Firma-Thees in direkter Burgwald-Nähe anzweifelten und das Bauvorhaben scharf kritisierten. Die Dinklager CDU hatte jedoch mit der SPD und auf Empfehlung der Stadt für den neuen Standort des Kunststoffrecyclers am Dinklager Ring votiert.

Gerdesmeyer: Umwelt ist sehr wohl ein CDU-Thema

Laut Mitteilung betonte Gerdesmeyer: Umwelt sei ein originäres Thema der CDU. In der Öffentlichkeit werde von einigen Parteien jedoch so getan, als wenn die "CDU morgens aufwache und als Erstes überlege, wo man einen Baum fällen kann". Stattdessen ist sich der 47-jährige Jurist sicher: Wirtschaftlicher Wohlstand müsse – auch im Zeichen von Digitalisierung und Globalisierung – mit ökologischer Nachhaltigkeit in Einklang gesehen werden. Man dürfe Ökologie, Wirtschaft und Wohnraumschaffung nicht isoliert betrachten, sondern im Gesamtkontext. 

In der von Kassierer Sascha Heil moderierten Diskussion ging Gerdesmeyer auch auf eine professionelle Ausstattung von Kitas und Schulen ein. Schließungen von Bildungseinrichtungen gelte es für den kommenden Herbst und angesichts einer drohenden 4. Corona-Welle unbedingt zu vermeiden. Ob Belüftungsanlagen die richtige Lösung seien, überzeugte den Landratskandidaten noch nicht vollumfänglich.

Der CDU-Stadtverband nutzte derweil seine Veranstaltungsreihe, um den Gästen seine Kandidaten für den Stadtrat und Kreistag vorzustellen. "Wir haben eine bunt gemischte Truppe", sagte der Vorsitzende Robert Blömer laut Mitteilung.

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