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Gemeinde holzt Bäume und Sträucher am Schulzentrum ab

Nach dem kontroversen Rückschlag am Regenrückhaltebecken setzt die Barßeler Verwaltung die Bauarbeiten fort. Und plant: Auf dem Gelände könnte ein Skatepark entstehen – vielleicht.

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Im Schulzentrum Barßel lässt die Gemeinde das von Bäumen und Sträuchern zugewachsene Gelände zwischen Schulzentrum und Soeste abholzen. Foto: Passmann

Im Schulzentrum Barßel lässt die Gemeinde das von Bäumen und Sträuchern zugewachsene Gelände zwischen Schulzentrum und Soeste abholzen. Foto: Passmann

Nach dem von Anliegern kritisierten Kahlschlag am Regenrückhaltebecken im Baugebiet „Hasenkamp“ in Harkebrügge setzt die Gemeinde den radikalen Rückschnitt zugewucherter Flächen fort – derzeit auf dem Gelände zwischen dem Barßeler Schulzentrum und der Soeste am Sportpark. Die Gemeinde Barßel will an der Integrierten Gesamtschule ein neues Soccerfeld bauen und die Zuwegung neu gestalten. Für viele Barßeler ist die Fläche aber ein Biotop und die Abholzung ein Raubbau an der Natur.

Im Rathaus sieht man das ganz anders: Die Rede ist hier nicht von einem Biotop, sondern von Wildwuchs. Barßels erster Gemeinderat Michael Sope erklärt: „Diese Bäume und Sträucher sind seit vielen Jahren wild aufgewachsen. Von einem Biotop kann man nicht sprechen. Teilweise wurden hier Müll und Unrat abgeladen.“ Einen Eingriff in die Natur sehe er nicht. Auch seien dort keine erhaltenswerten Bäume gewachsen. Außerdem: Die Mitglieder der politischen Gremien hätten sich dafür ausgesprochen, dass hier unbedingt das Erscheinungsbild verbessert werden sollte, sagt Sope.

Kommt jetzt ein neuer Skatepark?

Insgesamt solle sich das Gesamtbild des Schulzentrums offener und freundlicher gestalten. Der jetzige Rückschnitt stehe zwar nicht unmittelbar, aber dennoch mit dem eventuellen neuen Skaterpark in Zusammenhang, sagt Sope. Die Entscheidung für den Bau sei zwar noch nicht gefallen und die Standortfrage nicht geklärt. Doch wenn es so politisch gewollt ist, hätte man dann schon mit der Abholzung die ersten Maßnahmen dafür getroffen, so der Erste Gemeinderat. „Der Standort würde sich wegen des angrenzenden Sportparks, der Turnhalle, des Hallenbades, der Tennisanlage und des Schulzentrums durchaus anbieten.“

In Sachen Skaterpark scheint allerdings noch alles offen: Die Planungen seien noch nicht einmal angelaufen, erklärt der Barßeler CDU-Ratsherr Michael Bohnen. Er ist Initiator der Überlegungen für eine solche Anlage. „Letztlich ist der Bau der Skateranlage auch eine Frage der Finanzierung.“ Über mögliche Kosten und Zuschüsse seien noch keine politischen Entscheidungen gefallen. Die Gemeinde sei noch in der Entwicklungsphase. Aber Bohnen gibt sich optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass die Skateranlage kommt.“

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