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Gemeinde hofft auf Bundesmittel für schulische Lüftungsanlagen

Auf 80 Prozent des Geldes aus Berlin hoffen Rat und Verwaltung in Lindern für den Kauf von 26 Kühlschrank großen Geräten für die Klassen mit unter 12-jährigen Kindern.

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Symbolfoto: dpa

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"Keinen 2. Winter in dicken Jacken in den Klassen und mit Erkältungen für viele Schüler", so SPD-Sprecher Heinz Robben, wollen Rat und Verwaltung den Mädchen und Jungen der Grund- und Oberschule Lindern zumuten. Einstimmig beschlossen die Kommunalpolitiker auf ihrer jüngsten Sitzung, für Lüftungsanlagen im Schulzentrum Lindern einen Antrag auf Zuschüsse aus dem Förderprogramm des Bundes zu stellen.

Gleichzeitig billigten sie damit das von Diplom-Ingenieur Norbert Averdung erarbeitete und in den Gremien vorgestellte Ausbaukonzept und das Bereitstellen des Eigenanteils der Gemeinde im ersten Nachtragsetat 2021. Der schätzt die Gesamtkosten für das Schulzentrum auf rund 390.000 Euro - einschließlich des Anteils für die Planungen. Nachdem sich die Bedingungen fast täglich im Vorfeld geändert hatten, steht jetzt fest, dass in Lindern 26 der Kühlschrank großen Geräte mit Verbindung nach draußen für die Klassen mit Schülern unter 12 Jahren angeschafft werden sollen. Noch in der Sitzung waren die Verantwortlichen von Kosten in Höhe von 710.000 Euro für 36 Schulräume ausgegangen, was sich aber aufgrund der neuesten Vorgaben deutlich reduziert habe.

Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 78.000 Euro

"Wir bemühen uns, bei der Vergabe der Mittel vom Bund berücksichtigt zu werden", erläuterte Bürgermeister Karsten Hage. Die Förderung beträgt 80 Prozent, sodass die Kommune einen Eigenanteil von 78.000 Euro zahlen muss. Die Förderumstände seien durchaus kompliziert, da sich die Vorschriften und Bedingungen häufig geändert hätten. Lindern könne ein gutes Konzept vorlegen und Hage baue darauf, dass die Gemeinde aufgrund des in den Ferien erarbeiteten Konzepts zu den frühen Antragstellern gehöre und es daher auch eine Chance auf Fördermittel gebe.

"Eher als Schlag ins Gesicht" denn als ein tragfähiges Konzept wertete er das Landesprogramm mit 5000 Euro festem Zuschuss pro Schule. Diese Summe soll auch beantragt werden, sie soll genutzt werden, um die CO2-Ampeln als Lüftungs-Signal anzuschaffen. "Corona lässt uns offensichtlich nicht los", kommentierte der CDU-Fraktionsvorsitzende Wilhelm Kollmer-Heidkamp die Lüfter-Entscheidung. Dies sei aber der richtige Weg, um das zu machen, was angesichts der Umstände möglich sei.

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