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Gemeinde Goldenstedt unterstützt das Vereinswesen

Die Mitglieder des Finanzausschusses beschäftigten sich mit mehreren Zuschussanträgen. Die meisten winkten sie wohlwollend durch. Zwei allerdings warfen Fragen auf.

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Sportplätze werden aufgewertet: Unter anderem der TuS Lutten möchte in Beregnungs- wie auch LED-Flutlichtanlagen investieren. Dafür erhält der Verein Zuschüsse von der Gemeinde. Symbolfoto: Pixabay

Sportplätze werden aufgewertet: Unter anderem der TuS Lutten möchte in Beregnungs- wie auch LED-Flutlichtanlagen investieren. Dafür erhält der Verein Zuschüsse von der Gemeinde. Symbolfoto: Pixabay

Mehrere Vereine in Goldenstedt erhalten Zuschüsse von der Gemeinde für ihre Projekte. Die Mitglieder des Ausschusses für Haushalt, Feuerwehr, Touristik, Marktangelegenheiten, Wirtschaftsförderung und Zuschusswesen beschäftigten sich in ihrer jüngsten Sitzung mit eingereichten Anträgen. Den Großteil segneten die Lokalpolitikerinnen und -politiker einstimmig ab. Zwei Projekte verwiesen sie zur weiteren Beratung an den Verwaltungsausschuss. Ein Überblick:

Der Turn- und Sportverein (TuS) Lutten hat gleich drei Zuschüsse beantragt. Anlässlich der Feier des 100-jährigen Bestehens, die wegen der Pandemie in das kommende Jahr verschoben wurde, möchte der Verein eine neue Beschallungsanlage installieren. Die aktuelle Anlage ist dem Antrag zufolge "abgängig und technisch überholt". Die Kosten belaufen sich auf rund 5000 Euro. Die Gemeinde bezuschusst dies zu 30 Prozent.

Beim TuS Lutten steht einiges an

Des Weiteren beantragt der TuS Lutten einen Zuschuss für zwei weitere Beregnungsanlagen. Auf dem Hauptplatz gebe es bereits eine, sagte Alfred Kuhlmann, die auch "effizient läuft". Deshalb sind für die anderen beiden Plätze ebenfalls welche vorgesehen. Derzeit müsse dort manuell gesprengt werden, erklärte Philipp Riesenbeck (CDU), selbst Vorstandsmitglied des Vereins. Das bedeute nicht nur hohen Arbeits- und Zeitaufwand, sondern auch hohen Wasserverbrauch. Um das effizienter zu gestalten, sollen auf allen Plätzen automatisierte Beregnungsanlagen installiert werden. Der Kostenaufwand für diese Maßnahme beläuft sich auf circa 35.000 Euro. Die Gemeinde bezuschusst dies zu 50 Prozent, also mit 17.500 Euro.

Schließlich beantragt der TuS Lutten eine Bezuschussung für die Umrüstung der vorhandenen Flutlichtanlagen auf LED-Beleuchtung. Das spart Energie und die Instandhaltung ist weniger aufwendig – somit werde auch langfristig Geld gespart, heißt es in der Begründung. Insgesamt kostet das Ganze allerdings rund 70.000 Euro. Die Gemeinde sieht bei einer derartigen Baumaßnahme eine Bezuschussung in Höhe von 50 Prozent vor – also in diesem Fall 35.000 Euro. Da der Verein aber erst Ende des kommenden Jahres mit der Umrüstung starten möchte, schlägt die Verwaltung vor, den Zuschuss auf zwei Haushaltsjahre – also rund 17.500 Euro pro Jahr – zu verteilen. Diesem Vorschlag schlossen sich die Ausschussmitglieder an.

Der Sportverein Fortuna Einen legt einen nahezu identischen Antrag vor. Auch er plant die Umrüstung der Flutlichtanlagen auf LED-Beleuchtung und geht von einer ähnlichen Kostenschätzung aus. Die Gemeinde verfährt in diesem Fall genauso wie beim TuS Lutten. Christoph Kossen (CDU) erkundigte sich in diesem Zuge, wie es beim 1. FC Varenesch aussehe. Wie Alfred Kuhlmann erklärte, gebe es dort Interesse an einer Umrüstung, aber die Verantwortlichen seien noch nicht so weit.

Musikinstrumente für die Bläserklassen

Der 1. FC Varenesch beantragt stattdessen erst einmal einen Zuschuss anlässlich des 50-jährigen Bestehens. Der Verein plant im kommenden Jahr neben dem "Spiel ohne Grenzen" eine Festwoche und außerdem die Erstellung einer Vereinschronik. Sowohl der SV Fortuna Einen als auch der TuS Lutten erhielten in der Vergangenheit für ihre 100-jährigen Jubiläen einen Zuschuss in Höhe von 2500 Euro, sagte Alfred Kuhlmann. Da der Aufwand für die Ausrichtung solcher Jubiläumsveranstaltungen der gleiche sei, sei es eine Frage der Gleichbehandlung, dem 1. FC Varenesch den Zuschuss zu gewähren. So sahen es auch die Ausschussmitglieder.

Der Bürgerschützenverein Golden Geest Goldenstedt hat um verschiedene Zuschüsse gebeten. In der vergangenen Sitzung des Verwaltungsausschusses wurde bereits ein Zuschuss in Höhe von 30 Prozent (600 Euro) für die Erneuerung der kältetechnischen Anlage gewährt. Für die Erneuerung der Dachrinnen und Firste der Schützenhalle erhält der Verein einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der Kosten. Im Verwaltungsausschuss war noch die Rede von 1500 Euro. Der Verein wurde aber gebeten, dafür eine Fachfirma zu beauftragen und das nicht selbst zu machen. Inzwischen liegt ein Kostenvoranschlag in Höhe von rund 14.000 Euro vor. Der beschlossene Zuschuss reicht somit nicht aus, führte Alfred Kuhlmann bei der Vorstellung des Projekts aus. Die Ausschussmitglieder sprachen sich aber dafür aus, den Zuschuss – nun also in Höhe von 7000 Euro – entsprechend anzupassen.

Das Blasorchester Ellenstedt beantragt einen Zuschuss für die Neuanschaffung von Musikinstrumenten für die Bläserklassen an der Huntetalschule Goldenstedt und die St.-Heinrich-Schule Ellenstedt. Wie Bürgermeister Alfred Kuhlmann ausführte, sind in den vergangenen Jahren mehrere Schülerinnen und Schüler dieser Klassen dem Blasorchester Ellenstedt treu geblieben und nutzen dementsprechend die Instrumente weiter. Zum kommenden Schuljahr werden deshalb zwei Klarinetten und zwei Querflöten benötigt. Dafür wird mit Kosten in Höhe von rund 3600 Euro gerechnet. Die Gemeinde bezuschusst dies zu 30 Prozent, also mit 1080 Euro. Dafür sprachen die Ausschussmitglieder sich einstimmig aus. Die Restkosten werden vom Blasorchester selbst und der Werner-Heuer-Stiftung getragen.

Förderverein Goldenstedter Moor wird weiterhin unterstützt

Der Förderverein Goldenstedter Moor bittet um die Verlängerung der jährlichen Zuschusszahlung in Höhe von 25.000 Euro zur Finanzierung der Ausgaben. Immer wieder fallen kostenaufwendige Reparaturen auf dem Gelände an, die sich aus den laufenden Einnahmen allein nicht finanzieren lassen, heißt es zu Begründung in der Beschlussvorlage. Der jährliche Zuschuss werde pro Wahlperiode festgesetzt, erklärte Kuhlmann. Schon in der vergangenen belief sich die Höhe des Zuschusses auf 25.000 Euro. Diese Zahlung soll auch die kommenden Jahre gewährt werden, befanden die Ausschussmitglieder.

Bei den Anträgen des Heimatvereins Goldenstedt und des Fördervereins der Marienschule waren sich die Ausschussmitglieder unschlüssig und einigten sich darauf, die Beratung in den Verwaltungsausschuss zu verschieben. Bislang erhielt der Heimatverein für die Pflege der Rastplätze Fredelake und Hunte-Goldregen in den Jahren von 2018 bis 2020 einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 2880 Euro. Der Verein ist bereit, diese Pflege weiter zu übernehmen, bittet aber um weitere finanzielle Unterstützung. Der jährliche Zuschuss soll sich die nächsten drei Jahre auf 2950 Euro belaufen.

Da der Förderverein der Marienschule sich über Mitgliedsbeiträge und Einnahmen von Events wie dem Adventsbasar finanziert und diese Mittel aufgrund der Pandemie zum Teil weggebrochen sind, bittet der Verein nun um einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 500 Euro. Bürgermeister Alfred Kuhlmann sagte, dass es einen solchen Antrag noch nicht gab und daher eine Grundsatzentscheidung gefällt werden müsse. Die Frage sei, wie man in Zukunft mit Anträgen von Fördervereinen umgehen sollte. In Goldenstedt gebe es schließlich mehrere Fördervereine.

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