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Gemeinde Bösel wirbt für Briefwahl und Beteiligung als "zentrales Thema"

Der Auftakt zur Bürgermeisterwahl am 27. Februar ist gemacht und die Bürger können ab sofort auch direkt im Rathaus ihr Kreuz machen. Bewerber Block ging bereits an die Urne.

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Gewählt: Hermann Block (links) wirft den Umschlag in die Urne. Für den Ablauf der Wahl ist sein Allgemeiner Vertreter und Gemeindewahlleiter Rainer Hollje verantwortlich.   Foto: Wimberg

Gewählt: Hermann Block (links) wirft den Umschlag in die Urne. Für den Ablauf der Wahl ist sein Allgemeiner Vertreter und Gemeindewahlleiter Rainer Hollje verantwortlich.   Foto: Wimberg

Links die Briefwähler, rechts der Publikumsverkehr und am Ende des Rathauseingangs ein Mitarbeiter des Ordnungsamts, der die Besucher in Empfang nimmt und den Impfstatus überprüft.

Seit Mittwoch sind die Bürgermeisterwahlen in Bösel angelaufen und die ersten Umschläge in die Urne gewandert. Der zweite Stimmzettel, der im grauen Kunststoffkasten versenkt wurde, war der des Bewerbers selbst. Und Hermann Block hofft ebenso wie Gemeindewahlleiter Rainer Hollje, dass die Bürger „das hohe Gut“ nutzen, um zur Wahl zu gehen, und wollen als „zentrales Thema“ mehr denn je dafür werben.

Denn da es mit dem amtierenden Verwaltungschef nur einen Kandidaten auf das Amt gibt, hielten sich das Interesse und die Wahlbeteiligung vermutlich in Grenzen, wissen die Verantwortlichen. „Und das Thema scheint ein bisschen unterzugehen“, begründet Hollje die Initiative, vor allem zur Briefwahl aufzufordern und direkt im Rathaus wählen zu gehen. „Das ist das Einfachste“, ergänzt Block. Ein Wahlraum sei eingerichtet, wer nicht mehr genau weiß, wie mit Zettel und Umschlägen zu verfahren ist, dem stehe eine Mitarbeiterin helfend zur Seite. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, als man nur in Ausnahmefällen Briefwahl beantragen konnte, zählt sie heute zur gängigen Variante und wird immer mehr angenommen.

Wahlkampf mit Präsenzveranstaltungen fällt aus

Bis auf eine telefonische Antragstellung ist in Bösel alles möglich: Der Wahlschein kann persönlich oder schriftlich gefordert werden. Online ist dafür ebenfalls ein Angebot vorbereitet, ein QR-Code wurde darüber hinaus erstellt. Der Wahlbrief muss die Gemeinde bis zum Wahlsonntag (27. Februar), 18 Uhr, erreichen.

Wie berichtet, wäre es für Hermann Block die dritte und letzte Amtszeit, die auf 9 Jahre angelegt ist. Ein klassischer Wahlkampf mit Präsenzveranstaltungen fällt coronabedingt aus. „Vieles wird über die Sozialen Medien laufen, aber ich werde natürlich auch darüber hinaus mit den Menschen in Kontakt treten und bin unterwegs“, so der 55-jährige Christdemokrat. Aus Gründen des Umweltschutzes wolle er auf eine Plakatierung verzichten. Stattdessen werden an markanten Stellen Banner „mit Botschaften“ aufgestellt, eine Postwurfsendung ist außerdem geplant.

Bauplätze und Gewerbeflächen für die kommenden Jahre ausreichend gesichert

Beim Rückblick auf die vergangenen 16 Jahre habe es Niederlagen gegeben, „und man macht nie alles richtig und muss auch schwere Themen bespielen, aber wir haben auch eine ganze Menge auf den Weg gebracht“, betonte Block. Die Motivation des Fußballfans zum Triple liege aktuell in der kompletten Neugestaltung des Ortskerns begründet. Bauplätze und Gewerbeflächen seien für die kommenden Jahre ausreichend gesichert.

Wahlraum: Damit im Böseler Rathaus direkt gewählt werden kann, wurden alle Voraussetzungen für eine Wahl geschaffen. Foto: WimbergWahlraum: Damit im Böseler Rathaus direkt gewählt werden kann, wurden alle Voraussetzungen für eine Wahl geschaffen. Foto: Wimberg

Steigende Bevölkerungszahlen lösten Bösel möglicherweise auch aus der „Sandwichstellung“ zwischen Friesoythe und Garrel, und der Ort werde dann für den einen oder anderen Discounter, Vollsortimenter oder Drogeriemarkt interessant, die mit einer Einwohnerzahl von rund 10.000 kalkulierten. „Mehr Kaufkraft zu binden, muss eine große Aufgabe bleiben“, unterstrich der Bürgermeister. Seine Gemeinde registriert mittlerweile über 8000 Bürger, davon sind 6855 wahlberechtigt, rund 1000 mehr als bei der letzten Bürgermeisterwahl 2014.

Wer von ihnen „Ja“ oder „Nein“ am 27. Februar in einem der acht Wahllokale in Bösel und Petersdorf ankreuzen möchte, erhält dazu ebenfalls die Gelegenheit. „Die Wahlhelfer stehen zwischen 8 und 18 Uhr bereit, und ein umfangreiches Hygienekonzept wird umgesetzt“, kündigt Hollje an.

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