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Gemeinde baut Betreuungsangebot aus

Neuenkirchen-Vördens Bürgermeister Ansgar Brockmann spricht über Infrastruktur und Wohnbauentwicklung im Ort.

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In der Seniorenresidenz St. Christophorus sind bereits Betreuungsgruppen untergebracht. Foto: E. Wenzel

In der Seniorenresidenz St. Christophorus sind bereits Betreuungsgruppen untergebracht. Foto: E. Wenzel

Neuenkirchen-Vörden boomt. Bürgermeister Ansgar Brockmann berichtet in einem Pressegespräch, dass die Nachfrage nach Wohnungen in der Gemeinde durch die positive Bevölkerungsentwicklung unverändert hoch sei. Aus diesem Grund arbeiteten Verwaltung und Rat daran, den nötigen Wohnraum zu schaffen. Noch in diesem Jahr sei es möglich, weitere Bauleitplanung zu betreiben.

Im Bereich „Koppeln-Süd“, im Ortsteil Vörden, soll noch in diesem Jahr die Bauleitplanung abgeschlossen werden, berichtet der Bürgermeister. Die ersten Wohngebäude könnten voraussichtlich im Sommer/Herbst 2022 errichtet werden. Davor müsse die notwendige Ersterschließung erfolgen. Planungstechnisch werde das Gebiet in 2 Abschnitten entwickelt.

Im Ortsteil Neuenkirchen wird die Bauleitplanung für das Baugebiet „Hinterste Flage“ vermutlich dieses Jahr noch aufgenommen. Parallel zu dem Bebauungsplan würde noch für einen kleinen Teilbereich eine Änderung des Flächennutzungsplans vorgenommen werden. Daher soll die Bauleitplanung im Winter 2022 beendet sein. Ab dem Sommer/Herbst 2023 könnten die ersten Wohngebäude entstehen, meint Brockmann. 

Die Gemeinde setzt auf naturnahe Bauformen

Brockmann berichtet, bei der Gestaltung sei die Gemeinde neue Wege gegangen. Es sei ein größerer Grünanteil durch Grünstreifen, sowie Begegnungs- und Kommunikationsplätze eingeplant. Die Politik wolle „einen Einstieg in diese naturnahe Form der Dachgestaltung vornehmen“. So soll die Akzeptanz für Gründächer ermittelt werden. Dazu werde es in beiden Gebieten Bereiche geben, die verbindlich mit solchen Dächern zu versehen sind. Außerdem soll in den Gebieten verdichteter gebaut werden. So werde der Flächenverbrauch verringert. Außerdem hätten sich die Wohnbedürfnisse geändert, meint Brockmann: „Es geht auch darum, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“

Die Kindergartensituation ändert sich

Die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung: Zurzeit besteht das Betreuungsangebot für Kinder in Neuenkirchen-Vörden aus der institutionellen Betreuung in den 4 bestehenden Kindertagesstätten, 4 Großtagespflegestellen und einzelnen Tagesmüttern. Eine Erhebung der Gemeinde habe gezeigt, dass ab dem Kindergartenjahr 2022/23 ein Mangel an Plätzen zu erwarten sei. Grund dafür sei die Bevölkerungsentwicklung, so Brockmann.

Im vergangenen Jahr sei bereits die langfristige Anmietung einer Räumlichkeit in der Christophorus-Seniorenresidenz mit der Residenzgruppe aus Bremen vereinbart worden. Die Trägerschaft für die dort geschaffenen 2 Betreuungsgruppen sei dem evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Bramsche übertragen worden. Auch übernehme der Kirchenkreis die Trägerschaft für eine neu zu bauende Einrichtung.

Das Problem soll in Vörden ein Neubau an der Straße „Mühlendamm“ im Bereich der Verlängerung der Wohnbausiedlung „Auf den Höfften“ lösen. Die Verhandlungen mit den 3 betroffenen Grundstückseigentümern würden bereits geführt.

Kindertagesstätte St. Elisabeth wird erweitert

Bevor mit der tatsächlichen Baumaßnahme begonnen werden kann, müsse eine Bauleitplanung erfolgen. Aufgrund der notwendigen Verfahrensschritte und Begutachtungen sei diese frühestens im Frühjahr 2023 abgeschlossen. Die Baumaßnahme, einschließlich der Beantragung der Baugenehmigung und der Vornahme öffentlicher Ausschreibungen, soll 2024 beendet sein. Das Gebäude könnte idealerweise ab dem Kindergartenjahr 2025/26 genutzt werden.

Trotz des Neubaus und der sogenannten kleinen Regelgruppen in den bestehenden Einrichtungen würde noch ein Mangel bestehen, berichtet Brockmann. Somit beschloss der Rat, Mittel für die Erweiterung der Kindertagesstätte St. Elisabeth in Vörden in den Nachtragshaushalt 2021 aufzunehmen. Mit diesen soll dort schnellstens eine 3. Regelgruppe angebaut werden, die dauerhaft genutzt werden könnte.

In der Kita sei es bis jetzt kaum möglich gewesen, Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren in die Einrichtung aufzunehmen, die nicht schon die Krippengruppen besucht hätten. Die Anbaumaßnahme soll im Frühjahr 2022 beginnen und zum Ende des Jahres fertiggestellt sein. Alle beteiligten Organisationen seien bereits durch den Bürgermeister informiert worden und hätten der Vorgehensweise zugestimmt.

Kindergärten sind eine Daseinsvorsorge

Auch im Ortsteil Neuenkirchen wird langfristig eine Neubaulösung nötig sein, erläutert der Bürgermeister. Laut Erhebung der Gemeinde stünden voraussichtlich ab dem Kindergartenjahr 2027/28 nicht genügend Plätze zur Verfügung, um den Anforderungen gerecht zu werden. Dieser Neubau soll circa 2 Jahre nach dem Neubau in Vörden im westlichen Teil des Ortes entstehen. Nötige Grundstücksverhandlungen würden bereits geführt. 

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