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Gemeinde Bakum stellt Rekord bei Gewerbesteuereinnahmen auf

Mit rund 4,6 Millionen Euro kann die Kommune für das Jahr 2021 rechnen. Der bisherige Rekord liegt bei rund 3,789 Millionen Euro. Der Finanzausschuss beschäftigte sich nun mit dem Nachtragshaushalt.

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Mehr Geld in der Kasse: Die Gewerbesteuereinnahmen waren in Bakum noch nie so hoch wie in diesem Jahr – trotz der Pandemie. Foto: dpa/Reinhardt

Mehr Geld in der Kasse: Die Gewerbesteuereinnahmen waren in Bakum noch nie so hoch wie in diesem Jahr – trotz der Pandemie. Foto: dpa/Reinhardt

Die Gemeinde Bakum kann für das Jahr 2021 mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von rund 4,6 Millionen Euro rechnen – „trotz Corona-Pandemie“, wie Fachbereichsleiter Steffen Meyer in der jüngsten Sitzung des Finanz- und Liegenschaftsausschusses sagte. Dies stelle einen Rekord dar. Der bisherige Rekord wurde im Jahr 2017 mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 3,789 Millionen Euro verzeichnet. Dies wirkt sich auf den Nachtragshaushalt 2021 aus, den Meyer den anwesenden Ausschussmitgliedern näher erläuterte.

Der Gesamtergebnishaushalt schließt mit ordentlichen Erträgen in Höhe von 11.625.777 Euro und mit ordentlichen Aufwendungen in Höhe von 10.818.757 Euro ab, führte der Fachbereichleiter aus. Damit sei der Haushalt ausgeglichen und beinhalte darüber hinaus eine Überschusserwartung in Höhe von 807.020 Euro. Das noch im Haushaltsplan 2021 eingeplante Ergebnis in Höhe von 64.880 Euro konnte „sehr, sehr deutlich verbessert“ werden, sagte Meyer. Der Hauptgrund dafür seien die gestiegenen, schon erwähnten Gewerbesteuereinnahmen. Dies zeige die „robuste Lage“ der Gemeinde, so Meyer.

Zusätzliches Geld für den Rathaus-Neubau

Dieser Überschuss in Höhe von 800.000 Euro könne, wie Bürgermeister Tobias Averbeck in der vorangegangenen Sitzung des Planungs- und Wirtschaftsausschusses bereits andeutete, in den Rathaus-Neubau gesteckt werden. Mit den bereits im Haushaltsplan 2021 veranschlagten 300.000 Euro ergebe sich eine Gesamtsumme in Höhe von 1,1 Millionen Euro, die für den Neubau aufgebracht werden könnten.

Im außerordentlichen Haushalt seien keine Erträge und Aufwendungen veranschlagt. Die „hervorragende Ausgangslage“ der vergangenen Jahresabschlüsse setze sich fort, referierte Steffen Meyer. Der Gesamtfinanzhaushalt schließt demnach mit Einzahlungen in Höhe von 20.763.400 Euro und Auszahlungen in Höhe von 22.242.700. Das ergibt laut Entwurf einen Liquiditätsverlust in Höhe von 1.479.300 Euro.

Bei seiner Vorstellung der Zahlen ging der Fachbereichsleiter auf einige „wesentliche Veränderungen“ ein. So seien die Budgets für die Schulen erhöht worden. Das ergebe sich unter anderem dadurch, dass Angestellte des Landkreises Vechta die IT-Administration an den Schulen übernommen hätten. Finanziert werde dies aber von der Gemeinde. Aufgrund der Corona-Pandemie habe es erhöhte Aufwendungen in Höhe von 13.000 Euro für die Schutzausstattung der Schulen gegeben.

Fördermittel sorgen für zusätzliche Erträge

Die Gemeinde konnte jedoch auch auf einige Fördermittel zurückgreifen, hieß es aus dem Rathaus. Rund 190.000 Euro fließen demnach vom Land Niedersachsen in den Bau der Mensa der Grundschule Lüsche. Mithilfe von Förderprogrammen hat die Gemeinde Bakum nach eigenen Angaben 45.000 Euro mehr zur Verfügung, um die Schutzausstattung sowie die Ausstattung von Lehrern und Schülern mit iPads zu finanzieren. Generell sei die Digitalisierung der Schulen abgeschlossen, weshalb die dafür vorgesehene Disposition in Höhe von 85.000 Euro aus dem Haushaltsplan gestrichen werden könne, erläuterte Meyer. Der Bürgermeister ergänzte, dass die Digitalisierung an den Schulen, beispielsweise durch die Ausstattung der Klassenräume mit digitalen Tafeln, innerhalb eines Jahres abgeschlossen worden sei. Die Schulleiterinnen seien deshalb „rundum zufrieden“, berichtete er.

Im Bereich der Bebauungs- sowie Flächennutzungspläne habe es aufgrund gestiegener Planungstätigkeiten in diesem Jahr eine Steigerung in Höhe von 90.000 Euro gegeben. Darin enthalten seien die Honorare für Planer und Ingenieure, erklärte Meyer. Die Kreisumlage falle allerdings etwas geringer aus als geplant. Damit können Aufwendungen in Höhe von 110.000 Euro wieder herausgenommen werden. Im Bereich der Gewerbesteuerumlage ergebe sich ein Mehr in Höhe von 123.000 Euro aufgrund des schon beschriebenen Anstiegs der Einnahmen. Bei der Finanzausgleichsumlage können gut 50.000 Euro an Mitteln eingespart werden.

Ausschussmitglieder billigen Nachtragshaushaltsplan

Die Feuerwehren der Gemeinde hätten in diesem Jahr viele gebührenpflichtige Einsätze gehabt, weshalb sich eine Gebühreneinnahme in Höhe von 48.000 Euro ergibt. Auch bei der Grundsteuer B ergeben sich höhere Erträge, wie Meyer erklärte, um rund 15.000 Euro mehr von 845.000 Euro auf 860.000 Euro. Dies ergebe sich natürlich aus der Ausweisung weiterer Baugebiete, wie Franz Hölscher (CDU) lobend erwähnte. Besonders erfreulich empfand dieser die Erhöhung der Gewerbesteuereinnahmen von rund 3,6 Millionen Euro auf 4,6 Millionen Euro.

Man könne „mehr als zufrieden sein“ mit diesem Nachtragshaushalt, stellte Bürgermeister Tobias Averbeck abschließend fest. Deshalb gaben die Ausschussmitglieder einstimmig die Empfehlung an den Rat, die Nachtragshaushaltssatzung und den Nachtragshaushaltsplan für das Haushaltsjahr 2021 zu beschließen.

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