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Geldautomatensprengungen: Nordrhein-Westfalen fordert "nationale Vernetzung"

Weil die Täter in mehreren Bundesländern zuschlagen, sollen Banken und Behörden künftig enger kooperieren. Das sieht zumindest ein Papier des Innenministeriums in NRW vor.

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Archivfoto: dpa

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Das Land NRW setzt sich für eine stärkere Zusammenarbeit des Bundes und der Länder im Kampf gegen Geldautomatensprenger ein. Es gehe um eine "nationale Vernetzung" heißt es nach dpa-Informationen in einem Papier des Düsseldorfer Innenministeriums für die heute startende Innenministerkonferenz in Würzburg.

NRW hat den Punkt "Bekämpfung des Deliktphänomens Sprengungen von Geldausgabeautomaten" auf die Tagesordnung setzen lassen. Nach einem Rückgang der Fallzahlen während der Pandemie hatten die Sprengungen in NRW zuletzt wieder zugenommen. Es gab aber auch mehrere Taten zum Beispiel in Rheinland-Pfalz. Das Düsseldorfer Innenministerium spricht sich in dem Papier für eine Bund-Länder-Initiative aus, um sich besser abzustimmen.

Gemeinsam müsse man mit anderen Ressorts, Behörden und den Banken sowie "den Herkunftsländern der Straftäter" an einen Tisch. Das Innenministerium spricht in seiner Vorlage von einer "konzertierten Aktion", "um Gefahren für Leib und Leben der Bevölkerung zu minimieren, Straftaten zu verhindern und Straftäter effektiv zu verfolgen."

Niedersachsens Innenminister will Kampf gegen Automatensprenger verstärken

Tatsächlich wird das Vorgehen der Automatensprenger immer rücksichtsloser: Statt Gas benutzen sie nach früheren Angaben des Landeskriminalamts (LKA) immer häufiger Sprengstoff, der teilweise ganze Gebäude schwer beschädigt. Zuletzt war es in NRW bei einer solchen Straftat zu einem Schusswechsel mit der Polizei gekommen. In einem anderen Fall rettete sich ein Beamter in letzter Sekunde vor einem heranrasenden Fluchtfahrzeug.

"Hier agieren Kriminelle länderübergreifend und gehen dabei ohne Rücksicht auf Leib und Leben von Unbeteiligten vor", sagte der SPD-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Bundesländer müssten enger zusammenarbeiten, forderte Pistorius dem Bericht zufolge.

„Jedoch müssen auch die Banken deutlich mehr dafür tun, die Geldautomaten zu sichern“, forderte Pistorius.

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