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Geld im Überfluss

Thema: Inflationsrate in Deutschland steigt - die Inflationsrate steigt, doch ist es blauäugig zu hoffen, dass die Politik sich bei den Energiekosten zurücknimmt.

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Früher war die Inflation ein Schreckgespenst. Während vor 40 oder 50 Jahren mit dem Thema "Teuerung" ganze Wahlkämpfe bestritten wurden, scheint das heute kaum jemanden zu interessieren. Geld ist schließlich im Überfluss da, wie uns führende Politiker zuletzt im Rahmen von Corona erklärt haben. Mal ganz ehrlich: Kann die steigende Inflationsrate in diesem Land noch irgendwen überraschen?

Nein! Denn wenn die Politik zum Beispiel die Kosten für die Energie in unverantwortlichem Maße durch grobe Fehlentscheidungen ins Unermessliche verteuert; wenn die Landwirte für ihre Arbeit vollkommen zu Recht Erträge erhalten sollen, die ihnen das Weiterwirtschaften und nicht nur das Weiterwurschteln ermöglichen, wenn etwa die Erbringer von Pflegeleistungen allgemein mehr Geld haben sollen, dann zieht die Inflation automatisch an, weil Preise steigen.

"Zu hoffen, dass die Politik sich als nimmersatte Preistreiberin bei den Energiekosten zurücknimmt, wäre blauäugig"Klaus-Peter Lammert

Zu befürchten steht aber, dass in diesem Land die Inflationsspirale sich zukünftig wieder schneller drehen wird. Denn wenn die Ausgaben sich erhöhen, werden die Arbeitnehmer und deren Vertreter in den kommenden Tarifverhandlungen deutlich steigende Löhne und Gehälter durchsetzen – und nicht nur durchsetzen wollen. Das wiederum führt zu höheren Preisen und so weiter.

Zu hoffen, dass die Politik sich als nimmersatte Preistreiberin bei den Energiekosten zurücknimmt, wäre blauäugig. So bleibt derzeit nichts anderes als die Hoffnung auf eine starke Wirtschaft. Nur dann lässt sich ein Teil der Inflationsfolgen für die Bürger abfangen. Denn nur starke Firmen können höhere Löhne zahlen.

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