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GDL-Streik hat starke Auswirkungen auf den regionalen Zugverkehr

Der bundesweite Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Deutschen Bahn sorgt für zahlreiche Zugausfälle und Verspätungen in Niedersachsen und Bremen.

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Foto: dpa

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Der Ausstand im Personenverkehr habe am frühen Montagmorgen begonnen, bestätigte ein Sprecher der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) der Deutschen Presse-Agentur: "Pünktlich um 2 Uhr morgens sind wir in den Streik gegangen."

Zunächst sei die Lage an den Bahnhöfen ruhig geblieben. Fahrgäste hätten sich augenscheinlich auf den Streik eingestellt, sagte eine Bahnsprecherin. "Auch wir haben uns so gut wie möglich darauf vorbereitet", sagte sie. Die Deutsche Bahn versuche, wie bereits beim Streik vor etwa 2 Wochen, ein Grundangebot an Zügen im Nah- und Fernverkehr bereitzustellen. "Trotzdem wird es für Fahrgäste heute und morgen zu deutlichen Einschränkungen kommen", sagte die Sprecherin weiter.

NordWestBahn ist nicht vom Streik betroffen

Im Regionalverkehr verkehrt der RE1 zwischen Bremen und Oldenburg voraussichtlich im 2-Stunden-Takt, genau wie der RE9 zwischen Bremen Hauptbahnhof und Osnabrück. Fahrgäste werden dazu angehalten, auf dem Streckenabschnitt Bremen Hbf und Bremerhaven-Lehe die NordWestBahn zu nutzen. Die NordWestBahn ist als privates Eisenbahnverkehrsunternehmen nicht vom Streik betroffen.

Auch Fahrgäste der S-Bahn müssen sich auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Die S5 zum Flughafen Hannover verkehrt etwa nur im Stundentakt zwischen Hannover Flughafen und Hameln/Bad Pyrmont - zwischen Hameln und Paderborn im 3-Stunden-Takt. Die Linien der S3 (Hildesheim Hbf - Lehrte - Hannover Hbf) fallen aus. Alternativ dienen auf der Strecke Hannover Hbf und Lehrte die Züge der Westfalenbahn.

Streik für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen

Schon seit Samstagnachmittag bestreikt die Gewerkschaft den Güterverkehr. Nicht bestreikt werden Konkurrenten der Deutschen Bahn. Demnach sind Züge des Metronoms nicht betroffen. Bundesweit hat die Deutsche Bahn 75 Prozent ihrer Fernzüge gestrichen und rechnet auch im Regionalverkehr mit zahlreichen Ausfällen und Verspätungen. Am Freitag hatte die GDL angekündigt, den Fern- und Regionalverkehr ab Montag, 2 Uhr, für 48 Stunden bundesweit zu bestreiken.

Die GDL-Mitglieder streiken für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Unter anderem verlangen sie eine Corona-Prämie von 600 Euro und 3,2 Prozent mehr Geld in 2 Stufen. Die Bahn will die Erhöhung nach den Corona-Verlusten über eine längere Zeit strecken. Dahinter schwelt in der Belegschaft ein Streit zwischen GDL und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG darum, wer letztlich die Tarifverträge mit dem Unternehmen maßgeblich aushandelt.

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