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Gasfüllstände sinken: Netzagentur geht von Übertragungsfehler aus

Am Freitag wurde ein Füllstand von 95 Prozent gemeldet – ein "wichtiger Meilenstein" beim Gasfüllstand. Am Samstag liegt der Wert bereits wieder darunter. Was ist da los?

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Im niedersächsischen Elsfleth wird Gas gespeichert. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Im niedersächsischen Elsfleth wird Gas gespeichert. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Ein auf der Website von Europas Gasinfrastruktur-Betreiber (GIE) verzeichneter deutlicher Rückgang des Füllstands in den deutschen Gasspeichern ist nach Angaben des Gasspeicherverbandes Ines auf einen Datenfehler zurückzuführen. Ines-Geschäftsführer Sebastian Bleschke sagte am Samstag, die Füllmenge des Uniper-Speichers Epe H-Gas sei nicht mitgemeldet worden. Dies habe zu dem Rückgang geführt.

Die GIE-Website wies am Samstagmorgen für die deutschen Gasspeicher einen Füllstand von nur noch 89,56 Prozent aus. Noch am Freitag hatte die Website allerdings einen Füllstand von 95,14 Prozent gemeldet. Dieses Niveau war auch von der Bundesnetzagentur in ihrem Lagebericht angegeben worden. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte das Erreichen der 95-Prozent-Marke als "wichtigen Meilenstein" bezeichnet. Für den Speicher Epe H-Gas wies die Tabelle am Samstag eine Füllstand von 0 Prozent, aber gleichzeitig eine Zunahme der Füllmenge um 0,67 Prozentpunkte aus.

Es wird aktuell kein Gas ausgespeichert

Bereits am Samstagmorgen hatte ein Sprecher der Bundesnetzagentur Entwarnung gegeben. "Wir halten das für einen Datenübertragungsfehler", sagte er. Schon wegen des warmen Wetters werde derzeit insgesamt kein Gas ausgespeichert.

Die Füllstandsangaben werden immer mit Verzögerung gemeldet. Die am Samstag angegebenen 89,56 Prozent beziehen sich auf den Füllstand von Donnerstag.

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