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Garreler Rat entscheidet, wie es mit Jugendtreff weitergeht

Viele Beschlüsse hat der Garreler Rat zum Ende des Jahres noch getroffen, etwa, wie es mit dem Jugendtreff weitergeht oder wie eine 2,1 Hektar große Fläche an der Talsperre aufgewertet werden kann.

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Bald rollen hier die Bagger an: Der Garreler Rat hat den Abriss des ehemaligen Jugendtreffs beschlossen. Foto: Vorwerk

Bald rollen hier die Bagger an: Der Garreler Rat hat den Abriss des ehemaligen Jugendtreffs beschlossen. Foto: Vorwerk

Nach nur 25 Minuten war der offizielle Teil der letzten Garreler Gemeinderatssitzung für dieses Jahr beendet. Es herrschte Einigkeit bei den Mitgliedern des politischen Gremiums, sämtliche Tagesordnungspunkte nickten sie einstimmig ab. Beschlossen wurde etwa der Abriss des ehemaligen Jugendtreffs.

Das Gebäude ist in einem sehr schlechten Zustand, erst recht nach dem Brand im Frühjahr dieses Jahres, wodurch auch das Nebengebäude vollständig zerstört wurde. Das Hauptgebäude wurde ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Gebäude zu erhalten und es einer neuen Nutzung zuzuführen, sei wirtschaftlich nicht vertretbar, so die Auffassung der Verwaltung. Nach dem Abriss, der etwa 30.000 Euro kosten wird, soll die Nachnutzung der frei werdenden Fläche im Rahmen der Städtebausanierung überplant werden. Es könnten dort unter anderem Fahrradabstellplätze entstehen und je nach Platzverfügbarkeiten auch Parkplätze.

Veranstaltungsfläche soll im Dorfpark entstehen

Im Dorfpark wird eine Veranstaltungsfläche geschaffen. Hintergrund für diesen Beschluss war ein Antrag seitens der SPD Garrel. Sie hatte den Bau eines Kultur-Pavillons im Dorfpark angeregt, der für Konzerte, aber auch für Lesungen, Comedy, Theater und Gottesdienste nutzbar sein soll. Ziel sei es, die Kulturlandschaft und die vielen Vereine innerhalb der Gemeinde damit zu unterstützen.

Bereits im entsprechenden Fachausschuss wurde vonseiten der CDU vorgeschlagen, statt eines Gebäudes eine befestigte Veranstaltungsfläche zu schaffen. Dabei sollen Strom- und Wasseranschlüsse und sanitäre Anlagen sowie besonders auch eine behindertengerechte Toilette in die Planungen mit aufgenommen werden. Auch etwaige Lärmaspekte sollen Berücksichtigung finden. "Mit dieser Erweiterung des Antrags sind wir gut zufrieden", sagte Paul Drees (SPD) und erinnerte noch einmal daran, dass sie rein rechtlich dazu verpflichtet seien, 2 Prozent des Haushalts für die Kulturförderung auszugeben, "das wissen viele gar nicht".

Ideenwettbewerb soll viele Vorschläge liefern

Ein weiteres Thema, mit dem sich der Rat auseinandergesetzt hat, war die Aufwertung des Aktionsplatzes an der Thülsfelder Talsperre. Die Gemeinde Garrel hat dort vom Land Niedersachsen eine zuletzt vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) genutztes Areal von gut 2 Hektar gekauft.

Diese Fläche soll in Abstimmung mit dem Zweckverband Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre aufgewertet werden, etwa durch Raum für kulturelle Veranstaltungen, Wohnmobilstellplätze oder einen Spielplatz. Um möglichst viele Vorschläge zu erhalten, soll ein Ideenwettbewerb durchgeführt werden. Der Siegerentwurf wird mit einem Honorar in Höhe von 35.000 bis 40.000 Euro vergütet. Ein Anspruch auf Umsetzung des Entwurfes ergibt sich für den Sieger allerdings nicht.

Mithilfe eines Ideenwettbewerbs: Das Areal an der Talsperre soll aufgewertet werden. Foto: VorwerkMithilfe eines Ideenwettbewerbs: Das Areal an der Talsperre soll aufgewertet werden. Foto: Vorwerk

"Wir müssen den Bereich für den Tourismus attraktiver gestalten", sagte Paul Drees (SPD), einige Bereiche dort seien "im Umbruch". Dem stimmte auch Arnold Hannöver (BfG) zu, der ähnlich, wie zuvor im entsprechenden Fachausschuss, nochmal darauf hinwies, "dass wir von einer Perle sprechen, die brüchig geworden ist. Mit der Gastronomie steht und fällt der Tourismus, und das Angebot dort hat zuletzt deutlich abgenommen".

Außerdem wies er darauf hin, dass an der Talsperre längst nicht nur Urlauber und Erholungsuchende die Betten belegen würden. Heike Robke (SPD) stieß es sauer auf, dass dort eventuell Stellplätze für Wohnmobile geschaffen werden sollen, sie wolle nicht noch unterstützen, dass Wohnraum für Nicht-Touristen geschaffen werde. Das Augenmerk solle eher auf den Naturschutz gelenkt werden.

Rainer Hilgefort (CDU) verwies an dieser Stelle erneut auf den Ideenwettbewerb, noch sei nichts entschieden, "wir holen uns erst einmal mehrere Vorschläge und entscheiden dann", fasste er zusammen, bevor das politische Gremium der Beschlussvorlage ohne Gegenstimme und Enthaltungen zustimmte.

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