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Garreler Gemeinderat unterstützt Sportvereine großzügig

Der BV Varrelbusch hofft auf eine Tribüne, der BV Garrel auf eine Hochsprunganlage und der Tennisclub auf eine Erhöhung von bereits erfolgten Förderzusagen. Der Gemeinderat hat alle Anträge bewilligt.

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In die Jahre gekommen: Die Hochsprunganlage des BV Garrel ist fast 35 Jahre alt. Jetzt muss eine neue her. Foto: Hoff

In die Jahre gekommen: Die Hochsprunganlage des BV Garrel ist fast 35 Jahre alt. Jetzt muss eine neue her. Foto: Hoff

Die Sportvereine können auch in 2022 auf die Unterstützung der Gemeinde Garrel bauen. So haben sich die Ratsmitglieder einstimmig dafür ausgesprochen, dass der BV Garrel bei der Neuanschaffung einer Hochsprunganlage mit Hochsprungkissen, Lattenrost und fahrbarer Abdeckung finanziell unterstützt werden soll. Eine sichere und sachgemäße Nutzung der bestehenden Anlage – immerhin fast 35 Jahre alt – sei nicht mehr möglich, erklärt der Verein.

Auch eine Reparatur könne nichts mehr retten, an dem Material nage schlicht der Zahn der Zeit. Eine Neuanschaffung kostet rund 21.900 Euro. 40 Prozent davon übernimmt die Gemeinde Garrel (8760 Euro), den Rest zahlt der BV Garrel aus eigener Kasse (13.140 Euro). Volker Herrmann, Abteilungsleiter Leichtathletik, informierte in dem entsprechenden Antrag, dass keine Bezuschussung durch den Landessportbund oder den Kreissportbund möglich sei, da es sich um eine frei stehende Anlage handele.

Geld bekommt auch der BV Varrelbusch

Geld gibt es auch für den BV Varrelbusch für die Errichtung einer überdachten Sitz- und Stehplatztribüne am Sportplatz nördlich der Sporthalle. Hintergrund: Auf dem Platz finden hauptsächlich Jugend- und Abendspiele unter Flutlicht statt. Das Problem: Im Sommer fehlt bei entsprechender Sonneneinstrahlung oder auch bei Regenwetter eine Schatten spendende beziehungsweise trockene Unterstellmöglichkeit. Dies sei mittlerweile allgemein bekannt, weswegen sich die Jugendabteilung aufgrund der geringen Zuschauerresonanz scheue, dort Turniere auszutragen, erklärt der BV Varrelbusch in seinem Antrag.

Die Gesamtkosten für das Vorhaben liegen bei rund 49.000 Euro. Folgende Finanzierung ist geplant: Der Landkreis Cloppenburg übernimmt 20 Prozent der Kosten (9800 Euro), der Landessportbund fördert das Vorhaben mit 30 Prozent (14.670 Euro) und die Gemeinde Garrel gibt 40 Prozent dazu (19.570 Euro). Der BV Varrelbusch bringt einen Eigenanteil in Höhe von 10 Prozent auf, das sind knapp 5000 Euro. 

"Wir müssen genauer prüfen, welche Anträge wir bewilligen und welche nicht."Arnold Hannöver (BfG)

Einen Antrag stellte auch der Tennisclub Nikolausdorf-Garrel. Für knapp 180.000 Euro wurde die Tennishalle bereits von außen saniert, die Gemeinde Garrel hatte dies mit 30 Prozent (54.000 Euro) unterstützt. Für die aktuell laufende Innensanierung wurden 247.151 Euro kalkuliert, auch hier gab es einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent (73.730 Euro). Aufgrund der stark angestiegenen Materialpreise und der Rohstoffknappheit musste der Tennisclub einen alternativen Bodenbelag auswählen. Trotzdem haben sich die Gesamtkosten um rund 1400 Euro erhöht, was von der Verwaltung so anerkannt wurde.

Mittlerweile haben sich die Förderbedingungen allerdings geändert. Bedeutet: In begründeten Ausnahmefällen kann von der Forderung des finanziellen Eigenanteils ganz oder teilweise abgesehen werden. Unter diesen Bedingungen hätte dem Tennisclub ein Zuschuss der Gemeinde in Höhe von 40 Prozent gewährt werden können, weswegen der Club nun beantragt, die beiden Förderzusagen entsprechend zu erhöhen. Konkret heißt das: Der Zuschuss für die Außensanierung wird um rund 18.000 Euro und für die Innensanierung um 25.130 Euro erhöht (insgesamt mehr als 43.000 Euro). Das politische Gremium votierte einstimmig dafür.

Arnold Hannöver (BfG) gab grundsätzlich zu bedenken, unabhängig von den gestellten Anträgen, dass "wir genauer prüfen müssen, welche Anträge wir bewilligen und welche nicht. Wir dürfen nicht den Anschein erwecken, als würden wir alles kommentarlos durchwinken. Wir geben mehr Geld für den Sport als für die Bildung aus." Ratsvorsitzender Rainer Hilgefort sah das anders: "Die vielen Anträge sind ein Zeichen für ein reges Vereinsleben in der Gemeinde Garrel. Und dieses sollte gefördert werden."

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