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Garrel will bei Digitalisierung nachlegen

Mehr als eine halbe Million Euro steht noch für Investitionen in die Ausstattung der Schulen zur Verfügung. Weitere 48.000 Euro kann die Gemeinde Garrel für den digital gestützten Unterricht abrufen.

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Unter Strom: Digital gestützter Unterricht gehört in vielen Schulen zum Alltag. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Unter Strom: Digital gestützter Unterricht gehört in vielen Schulen zum Alltag. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Die Corona-Pandemie macht Druck: In Sachen Digitalisierung soll deshalb an Garrels Schulen noch einiges passieren, wie der Erste Gemeinderat Karl-Heinz Focken am Montag im Schulausschuss der Gemeinde mitteilte. Aus Mitteln des Digitalpakts Schule, mit dem der Bund die Länder und Gemeinden bei Investitionen in die digitale Bildungsinfrastruktur unterstützen will, stehen der Gemeinde Garrel 600.000 Euro zu. 50.000 Euro wurden laut Focken bereits abgerufen, um die LAN-Verkabelung und das WLAN-Netz auszubauen.

Bis Ende November sollen die vier Grundschulen und die Oberschule Medienbildungskonzepte vorlegen, um den jeweiligen Bedarf an weiteren Investitionen einschätzen zu können. Zur Umsetzung steht ein Restbudget von rund 550.000 Euro zur Verfügung. „Es sollen schon kurzfristig in Abstimmung mit den Schulen neue Geräte angeschafft werden“, so Focken.

Sofortmaßnahmen geplant

Das gilt auch für die Ausstattung von Schülern mit mobilen Endgeräten fürs Homeschooling. Zusätzlich zu den Mitteln aus dem Digitalpakt hat die Gemeinde Garrel dafür Geld aus dem Sofortausstattungsprogramm für digital gestützten Unterricht beantragt. Das seien noch einmal 48.000 Euro, sagte der Erste Gemeinderat. „Es soll Schulträger geben, die diesen Antrag nicht gestellt haben.“ Daher habe man bereits signalisiert, dass man auch gern die Mittel nutzen würde, die deshalb eventuell nicht abgerufen werden.

Laut Focken sollen von dem Geld Tablets angeschafft werden, die bedürftigen Schülern für den Fall eines wieder anstehenden Homeschoolings per Ausleihsystem zur Verfügung gestellt werden sollen. Für die Grundschulen ist der Kauf von insgesamt 56 Ipads geplant. Die Oberschule habe sich für günstigere Android-Tablets entschieden und soll 73 davon erhalten. „Wenn wir diese Geräte haben, ist schon eine ganze Menge getan“, betonte der Erste Gemeinderat.

Kritik an unterschiedlichen Systemen

Ausschussmitglied Dirk Koopmann (CDU) kritisierte, dass es aus seiner Sicht „sinnvoller gewesen wäre, wenn man in allen Schulen das gleiche System fahren würde“. Wer nach der Grundschule auf die Oberschule wechsele, müsse sich auf ein neues System einstellen.

Der Ausschuss hat sich darüber hinaus dafür ausgesprochen, den bislang kostenfrei genutzten Schulserver Iserv, der an allen Grundschulen im Einsatz ist, für ein weiteres Jahr zu nutzen – dann allerdings kostenpflichtig. Koopmann empfahl, auch in diesem Fall sich auf ein einheitliches System festzulegen – die Oberschule nutzt statt Iserv nämlich die Plattform Teams.

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