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Garrel und Cloppenburg bewerben sich für Dorfentwicklungsprogramm

Zusammen stärker: Die Gemeinde Garrel und die Stadt Cloppenburg wollen gemeinsam einen Antrag auf Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm stellen.

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Freuen sich auf die Möglichkeiten: Vertreter der Gemeinde Garrel und der Stadt Cloppenburg sowie der vier Bauerschaften, die sich beteiligen, trafen sich zu einem Termin am Varrelbuscher Dorfteich. Foto: Hoff

Freuen sich auf die Möglichkeiten: Vertreter der Gemeinde Garrel und der Stadt Cloppenburg sowie der vier Bauerschaften, die sich beteiligen, trafen sich zu einem Termin am Varrelbuscher Dorfteich. Foto: Hoff

Die Liste der Ideen ist lang. Die Gemeinde Garrel und die Stadt Cloppenburg wollen sich gemeinsam für die Aufnahme ins Dorfentwicklungsprogramm bewerben. Konkret geht es dabei um die Kommunen Staatsforsten, Varrelbusch, Falkenberg und Petersfeld. Ursprünglich hätte auch die Gemeinde Molbergen mit Resthausen mit im Boot sein sollen, doch die Verantwortlichen entschieden sich gegen eine Teilnahme an dem Projekt.

Bis zum 1. August 2023 soll der entsprechende Antrag ausgearbeitet werden, um ihn dann beim Amt für regionale Landesentwicklung  in Oldenburg einreichen zu können. Ziel ist es, in den Genuss der finanziellen Förderung des Programms zu kommen. Zunächst müssen beide Räte dem Vorhaben noch zustimmen. Dann wird Ausschau nach einem Planungsbüro gehalten.

Falkenberger brauchen Dorfgemeinschaftshaus

Offen gibt Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann zu: "Auf die Beteiligten kommt sehr viel Arbeit zu, aber der Aufwand lohnt sich. Wir können die Attraktivität der Dörfer steigern und gleichzeitig den Zusammenhalt stärken." Die Gemeinde Garrel sei schon zweimal belohnt worden, mit dem Projekt "Hokebü" und dem Zusammenschluss "Beidseits der Lethe".

Höffmanns Amtskollege aus Cloppenburg, Neidhard Varnhorn, betonte, dass er sich auf den gemeinsamen Weg freue. "Ich hoffe, wir wachsen noch mehr zusammen. In Staatsforsten wurden schon sehr viele Ideen gesammelt für den Fall, dass wir in das Programm aufgenommen werden." Den Satz nahm Willi Luker, Staatsforstens Ortsvorsteher, zum Anlass, um diese vorzustellen. Ein eigener Dorfladen stehe oben auf der Prioritätenliste, ebenso Überdachungen auf den Straßenhütten entlang des Radweges, "damit die Radfahrer sich besser unterstellen können". Varnhorn ergänzte, dass auch über eine Neugestaltung des Platzes bei den Bahnschienen nachgedacht werden könne. Immerhin sei dies schon ein Thema in den politischen Gremien und könne aus diesem Fördertopf finanziert werden.

Laut Thomas von Höfen, Vorsitzender des Falkenberger Bürgervereins, benötigt Falkenberg dringend ein Dorfgemeinschaftshaus, "jetzt, wo uns die Gastwirtschaft Buschermöhle als Treffpunkt und Vereinslokal wegbricht". Walter Einhaus aus Petersfeld sagte, der Dorfmittelpunkt beim Dorfgemeinschaftshaus müsse "aufgehübscht" werden.

Dörfer dürfen nicht nur an eigene Wünsche denken

"Wir wünschen uns ebenfalls einen kleinen Dorfladen, allerdings muss zunächst einmal eine passende Immobilie gefunden werden, zudem steht die Sanierung der Ortsdurchfahrt auf unserer Liste", erklärte Johannes Völkerding, Vorsitzender der Varrelbuscher Dorfgemeinschaft.

Garrels Ratsherr Rainer Hilgefort mahnte, dass jedes Dorf nicht nur an seine eigenen Wünsche denken dürfe, man müsse am Ende etwas gemeinsames schaffen, um an Attraktivität zu gewinnen.

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