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Garrel braucht Radverkehrskonzept – Bürger können Ideen beisteuern

Um bei Förderprogrammen für Radwege berücksichtigt zu werden, braucht Garrel ein Radverkehrskonzept. Das soll nun nach Ansicht des zuständigen Ausschusses erstellt werden.

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Geld für die Radverkehrsinfrastruktur fließt nur, wenn entsprechende Konzepte vorliegen. An denen soll in Garrel nun gearbeitet werden. Symbolfoto: dpa

Geld für die Radverkehrsinfrastruktur fließt nur, wenn entsprechende Konzepte vorliegen. An denen soll in Garrel nun gearbeitet werden. Symbolfoto: dpa

Die Gemeinde Garrel möchte ein eigenes kommunales Radverkehrskonzept erarbeiten lassen. Kostenpunkt: 30.000 Euro. Die Gründe dafür wurden jetzt dem Planungs- und Verkehrsausschuss dargelegt, der sich einstimmig für ein solches Konzept aussprach. Die finale Entscheidung trifft der Rat am 19. September (Montag). 

Die Fahrt zum Bäcker, die Kurzstrecke mit den Kindern morgens zur Kita oder zur Grundschule oder der Abstecher zum Supermarkt, um noch schnell Milch und Butter zu kaufen: Wer öfter aufs Rad statt ins Auto steigt, fördert die eigene Gesundheit, spart Energie und entlastet die Umwelt. Kurzum: Radverkehr verbessert die Lebensqualität. Bei Kurzstrecken liegen laut Niedersächsischem Verkehrsministerium auch die größten Potenziale. Denn: 25 Prozent aller Autofahrten enden bereits nach 2 Kilometern.

Anregungen der Bürger werden berücksichtigt

Das Thema Radverkehr hat besonders seit der Corona-Pandemie in der Öffentlichkeit einen höheren Stellenwert eingenommen. Aus diesem Grund haben der Bund und das Land Niedersachsen entsprechende Förderprogramme beschlossen, die Investitionen in die Radverkehrsinfrastruktur ermöglichen. Bedeutet: Den Kommunen, die sich für das entsprechende Programm bewerben und dann auch aufgenommen werden, winkt ein echter Geldsegen. Geplant ist nämlich ein Fördersatz von 75 Prozent. Die Förderung ist aber in den meisten Fällen an ein Radverkehrskonzept gebunden, welches Garrel nicht hat. 

Um Fördermittel aus den Programmen des Bundes und des Landes bekommen zu können, soll jetzt ein externes Fachbüro mit den Schwerpunkten Verkehrsplanung, Verkehrstechnik und Mobilität mit der Erstellung eines ganzheitlichen Radverkehrskonzeptes für Garrel beauftragt werden. Dabei sollen die Bürgerinnen und Bürger einen wichtigen Teil bei der Erstellung des Konzeptes ausmachen. In Form von diversen Onlineangeboten, etwa Befragungs-Tools, dürfen sie ihre Erfahrungen, Anregungen und Wünsche mit einfließen lassen. Die Ergebnisse werden anschließend bei der Erstellung des Planungskonzepts berücksichtigt. Etwa ein Jahr dauert es, bis alle notwendigen Untersuchungen abgeschlossen sind und ein entsprechender Entwurf vorliegt. 

Rainer Engelmann (CDU) zeigte sich ganz überrascht ob des Beschlusses: "Es wundert mich, dass wir so ein Verkehrskonzept noch gar nicht haben. Aber die Umsetzung ist absolut wünschenswert."

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