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Für Straßen fließen 100.000 Euro mehr

Neuenkirchen-Vördens Bauausschuss befasst sich mit den für 2021 vorgesehenen Investitionen. Für die Straßenunterhaltung gibt es keine Fördermittel.

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Keine Zuschüsse: Die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden muss die Straßenunterhaltung komplett selbst finanzieren.  Foto: dpa / Sauer

Keine Zuschüsse: Die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden muss die Straßenunterhaltung komplett selbst finanzieren.  Foto: dpa / Sauer

Die Nachricht der Gemeindeverwaltung Neuenkirchen-Vördens bei der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses lautete: Für den ländlichen Wegebau kein Förderprogramm des Landes Niedersachsen oder Bundes mehr bereit. Das bedeutet im Umkehrschluss: Alle Maßnahmen muss die Kommune finanzieren, erklärte Bauamtsleiters Jürgen Rolfsen. Deswegen hat die Verwaltung für das kommende Jahr das Budget für die Straßenunterhaltungsmaßnahmen um 100.000 auf 300.000 Euro aufgestockt.

In dem Zusammenhang appellierte der Vorsitzende der CDU/IGNV-Gruppe im Rat, Bernhard Wessel, an das Land, in Zukunft wieder Fördermittel zu bewilligen. Gerade flächenmäßig so große Gemeinden wie Neuenkirchen-Vörden seien darauf angewiesen.

Gemeindewegsanierung kostet 175.000 Euro

Im Zuge der Beratung über den Teilhaushalt für den Bereich Bauamt des Haushaltsplanes 2021 stimmte der Ausschuss den 300.000 Euro ebenso zu, wie anderen von der Verwaltung vorgeschlagenen Vorhaben. Dazu gehört etwa die Sanierung des Gemeindeweges 274 in Bieste ab Schwietering bis zur Landesstraße für 175.000 Euro.

Den Endausbau der Straßen im Baugebiet „Koppelheide“ in Vörden hat die Verwaltung mit 435.000 Euro veranschlagt. Für Kompensationsmaßnahmen im Zuge des Ausgleichs von Eingriffen in die Natur und Landschaft sind 200.000 Euro vorgesehen.

Ein weiterer großer Posten ist mit 465.000 Euro der Erwerb von Bauland. Dem stehen aber geschätzte 337.000 Euro an Einnahmen durch den Verkauf von Grundstücken gegenüber.

Ebenfalls erst im nächsten Jahr wird der Ausbau des Gemeindeweges von der Kapelle an der Landesstraße in Ahe in Richtung Ahe erfolgen. Eigentlich noch für dieses Jahr geplant, kommt es zur Verzögerung, weil die beauftragte Firma keinen Fertiger für den Asphalt zur Verfügung haben wird, sagte Jürgen Rolfsen dazu.

Bebauungsplangebiet "Vörden Mitte" soll kleiner werden

Verkleinern soll Neuenkirchen-Vördens Gemeinderat nach einer Empfehlung des Ausschusses den Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Vörden Mitte“. Bislang umfasste er einen Bereich entlang der Osnabrücker Straße zwischen den Einmündungen der Straße Am Burggraben und Schulstraße und war begrenzt durch die Straße „Am Forsthof“. Zukünftig soll  er nur noch den Bereich zwischen dem Parkplatz vor dem Ackerbürgerhaus und der Schulstraße einschließen.

Als Grund nannte Jürgen Rolfsen umfangreiche faunistische Kartierungen, die der Landkreis Vechta als Untere Naturschutzbehörde wegen der im Bereich des Burggraben vorkommden Tierwelt gefordert hatte. Eine solche über ein halbes Jahr vorzunehmende Kartierung hätte 10.000 Euro gekostet. Das stehe aber in keinem Verhältnis zum Ertrag.

Bei dem verkleinerten Umring sei eine Kartierung nicht erforderlich. Berücksichtigt seien in dem Planentwurf die Erweiterung der Vördener Grundschule sowie der Fuß- und Radweg entlang der Vördener Aue, sagte der Amtsleiter.

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