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Für Beumker muss der Bürger im Mittelpunkt stehen

Der Kandidaten-Check von OM Online: Der CDU-Kandidat für das Bürgermeisteramt in Cappeln ist auf Werbetour in eigener Sache. Das Gespräch an der Haustür und auf dem Straßenfest genießt er besonders.

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Hat in Cappeln viel vor: CDU-Bürgermeisterkandidat Frank Beumker. Foto: Vorwerk

Hat in Cappeln viel vor: CDU-Bürgermeisterkandidat Frank Beumker. Foto: Vorwerk

Der Kandidaten-Check von OM Online. In dieser Reihe stellen wir zur Kommunalwahl im September die Bürgermeister- und Landratskandidaten in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta vor. Das Konzept: Einen thematischen Treffpunkt darf der Kandidat wählen, den anderen bestimmt die Redaktion. In dieser Folge Der in Cappeln kandidierende Frank Beumker im Talk mit Reporter Thomas Vorwerk.

Den Bürger möchte Frank Beumker ins Zentrum des Handelns und der täglichen Arbeit der Verwaltung stellen. Das sagt der CDU-Bewerber um das Bürgermeisteramt in Cappeln im Gespräch mit der Redaktion. "Es ist eine Persönlichkeitswahl und daher sollte auch der Bürger im Mittelpunkt stehen und nicht die Parteien, denn der Bürger ist zuletzt ein bisschen vergessen worden", meint der 51-Jährige.

Das ist keine diffuse Annahme, wie er betont. In vielen Gesprächen, auch an den Haustüren, hat der gebürtige Löninger, der heute mit seiner Frau und den beiden Kindern in Dinklage lebt, die persönlichen Eindrücke der Einwohner aufgenommen. "Es sind vielleicht nur 3  bis 4 Minuten, die ich beim Klinkenputzen mit den Menschen spreche, aber ich merke dabei das Interesse an der Bürgermeisterwahl und an mir als Kandidat", stellt er fest. Ihn begleitet dabei der CDU-Vertreter beziehungsweise die Vertreterin aus dem jeweiligen Bezirk.

Mal ein kurzer Gruß, mal ein längeres Gespräch

Den Kontakt sucht er aber auch auf Siedlungsfesten, auf dem Fußballplatz oder direkt auf der Straße. "Manchmal ist es nur ein kurzer Gruß, manchmal entwickeln sich aber auch längere Gespräche." Wie auf Bestellung begegnet Beumker beim Interview mit dem Reporter auf dem Marktplatz einem älteren Herrn, der ihn mit "Der neue Bürgermeister" begrüßt. Beumker lacht und verweist auf die erst einmal abzuhaltende Wahl. "Meine Stimme haben Sie", bekommt er als Antwort.

Was will er anders machen, wenn er gewählt wird? "Ich möchte zusammen mit Rat und Verwaltung, den Bürgern, den Vereinen und den Wirtschaftsunternehmen die Gemeinde voranbringen und für die zukünftigen Herausforderungen entwickeln." Beumker nennt als konkrete Ziele die Schaffung neuer Gewerbegebiete, die Ansiedlung neuer Betriebe und die Unterstützung der örtlichen Firmen bei der Entwicklung. "Außerdem möchte ich die Digitalisierung der Verwaltung voranbringen." Marketing ist ein weiteres Stichwort, das er liefert. "Cappeln hat das Pferd in seinem Wappen. Warum nicht den Tourismus herausstellen?"

Ladeinfrastruktur in der Gemeinde schaffen

Der Ausbau des Radwegenetzes könnte dazu einen Beitrag leisten. Den hat Frank Beumker auf der Podiumsdiskussion ebenfalls ins Spiel gebracht und dabei besonders den Nutzen von Radschnellwegen betont. Nicht zuletzt als Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz. Dazu gehört für ihn auch eine Ladeinfrastruktur für E-Autos und Pedelecs. 

Klima-, Natur- und Umweltschutz sind Themen, die er auf unterschiedliche Art angehen möchte. "Ich möchte dabei nicht mit Verboten arbeiten, sondern die Eigeninitiative fördern und Anreize schaffen." Nicht alles müsse dabei aus der Gemeindekasse finanziert werden, denn die Verwaltung könne in vielen Fällen auch lediglich als Vermittler in Erscheinung treten und auf Förderprojekte übergeordneter Stellen hinweisen.

Ähnliche Effekte verspricht sich der Pressesprecher des Landkreises Cloppenburg von Unternehmer-Abenden. Dabei gehe es ihm gar nicht alleine darum, die Geschäftsleute selber kennenzulernen. Manchmal, so Beumker, wüssten aber selbst alteingesessene Betriebe nichts von den Spezialisierungen anderer Firmen in der Gemeinde  – und beide könnten voneinander profitieren.

Unternehmen vor Ort stärken

Die Stärkung der örtlichen Betriebe, die die Arbeitsplätze in der Gemeinde schaffen, steht für ihn vorne an. "Kauf lokal" ist ein Credo von ihm und entsprechend sieht er bei allen Vorteilen, die beispielsweise ein Architektenwettbewerb für das neue Rat- und Dorfgemeinschaftshaus mit sich bringt, die Gefahr, dass viel Geld nach außen fließt. Mit einem zu prüfenden Investorenmodell könne gegebenenfalls etwas Geld gespart werden, man müsse aber darauf Einfluss nehmen können, dass Handwerker aus der Gemeinde oder zumindest aus der Region zum Zuge kommen.

An der Notwendigkeit eines funktionalen Verwaltungsgebäudes lässt Frank Beumker keinen Zweifel. "Die Mitarbeiter müssen gute Arbeitsbedingungen haben und auch gut arbeiten zu können." Denn am Ende sei nicht der Bürgermeister, sondern die Teamleistung entscheidend. "Ich bin kein Einzelkämpfer. Nur in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit allen kann man etwas erreichen. Wenn andere Argumente überzeugender sind, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren."


Zur Person:

  • Frank Beumker ist 51 Jahre alt, verheiratet mit Ehefrau Petra und hat 2 Söhne (Marcel, 21, und Benedikt, 18 Jahre alt).
  • Er ist Pressesprecher des Landkreises Cloppenburg und Teammitglied im Katastrophenschutzstab des Landkreises Cloppenburg.
  • 1987 begann seine Ausbildung beim Landkreis für den mittleren allgemeinen Verwaltungsdienst.
  • 2002 stieg er in den gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst auf.
  • Ehrenamtlich aktiv ist er im Sportverein, in der Schützenkompanie und in einem Fanclub.

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