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Führt der Straßenausbau In der Wiek zu mehr Lkw-Verkehr?

Verwaltung und Politik wollen verhindern, dass viele Laster vor dem Kindergarten entlang fahren. Gleichzeitig erklärt das Bauamt, ob Anliegerbeiträge fällig werden.

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Achtung, Auto- und Lkw-Fahrer: Ein 180 Meter langer Teilabschnitt der Straße "In de Wiek" in Richtung Bockhorster Moor ist noch in einem schlechten Zustand – und soll deshalb im Sommer saniert werden. Foto: Böckmann

Achtung, Auto- und Lkw-Fahrer: Ein 180 Meter langer Teilabschnitt der Straße "In de Wiek" in Richtung Bockhorster Moor ist noch in einem schlechten Zustand – und soll deshalb im Sommer saniert werden. Foto: Böckmann

Ein kleines Teilstück der Dinklager Straße „In der Wiek“ in Richtung Bockhorster Moor soll im Juni dieses Jahres ausgebaut werden. Das hat der Verwaltungsausschuss der Stadt Dinklage jetzt beschlossen. Über die Stimmenverteilung in dem nicht-öffentlich tagenden Gremium ist nichts bekannt. Allerdings hatten die Fachpolitiker im Bauausschuss etwa zweieinhalb Wochen zuvor einstimmig – also mit Zustimmung der Opposition – für das Vorhaben votiert.

Damit könnten im Anschluss an die Sanierung der Brücke über den Hopener Mühlenbach künftig auch schwere Lastwagen die Straße „In der Wiek“ nutzen. Maßgeblich dafür ist aber nicht der Ausbau der Straße selbst, sondern die Erneuerung der Brücke. Weil die alte Brücke schwere Lkw nicht ausgehalten hat, war auch die Straße „In der Wiek“ auf Fahrzeuge bis einschließlich 7,5 Tonnen begrenzt.

Weil aber die neue Brücke tragfähiger sei, gebe es künftig keine Möglichkeit mehr, den Verkehr auf der Straße zu beschränken. Das erklärte Anne Miosga, Mitarbeiterin des Bauamts, in der Ausschusssitzung. Zuvor hatte Christian Garvels (CDU) die Öffnung für den Lastverkehr bemängelt – auch mit Blick auf den Kindergarten, der direkt neben dem Freibad entsteht.

Bäume sollen imaginäres Eingangstor schaffen

Allerdings verwies Miosga darauf, dass die Stadt trotzdem plane, den Lkw-Verkehr mit weichen Mitteln zu begrenzen. Dazu sollen Bäume angepflanzt werden, die nahe der Einmündung der Straße „Zu Middelbeck“ ein imaginäres Tor schaffen sollen. So sollen Lkw-Fahrer abgeschreckt werden und nicht über die Straßen „Bockhorster Moor“ und „In der Wiek“  fahren – auch wenn das rechtlich zulässig sei.

Falls das nicht genüge, könnten gegebenenfalls auch Rüttelstreifen installiert werden, gab Wulf Schwarte (CDU) zu bedenken.

Für den 7,5 Meter breiten und etwa 180 Meter langen Ausbau zwischen der "Kastanienallee" und "Zu Middelbeck", der mit 220.000 Euro zu Buche schlagen soll, werden nach Angaben Miosgas keine Anliegerbeiträge erhoben, wie sie auf Nachfrage des CDU-Politikers Garvels erläuterte. Der Grund dafür sei, dass die anliegenden Grundstücke „vollerschlossen“ verkauft worden seien.

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