Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Friesoythe erhält 730.000 Euro weniger

Die Stadt Friesoythe hat eine 50-prozentige Förderung beantragt. Doch ein Grundsatzbeschluss des Landkreises lässt die Höhe nicht zu. Die Maßnahme kostet 4,4 Millionen Euro.

Artikel teilen:
Die Bauarbeiten laufen: Der alte Gebäudeteil zwischen der bestehenden Realschule und der künftigen Ludgerischule wurde bereits abgerissen. Ein neuer Verbindungstrakt soll unter anderem eine gemeinsame Mensa beherbergen. Foto: Claudia Wimberg

Die Bauarbeiten laufen: Der alte Gebäudeteil zwischen der bestehenden Realschule und der künftigen Ludgerischule wurde bereits abgerissen. Ein neuer Verbindungstrakt soll unter anderem eine gemeinsame Mensa beherbergen. Foto: Claudia Wimberg

Rund 730.000 Euro weniger als beantragt erhält die Stadt Friesoythe für die Baumaßnahme an der Dr.-Niermann-Straße aus der Kreisschulbaukasse. Die Empfehlung gab der Kreisschulausschuss während seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Der Grund: Das Bauprojekt könne nur aufgrund des geplanten Umzugs der Grundschule, nicht aber für die bereits vorhandene Realschule als schulisch notwendig anerkannt werden.

Das Problem: Die Förderung solcher Maßnahmen beträgt grundsätzlich  im Primarbereich nur ein Drittel der anerkannten Kosten, in den Sekundarbereichen I und II aber die Hälfte. Die Stadt Friesoythe hatte bereits 2018 für den Neubau eines Verbindungstraktes zwischen den beiden Schulen eine 50-prozentige Bezuschussung beantragt. Die gesamte Maßnahme soll nach derzeitigen Planungen rund 4,4 Millionen Euro kosten, die Hälfte davon - also 2,2 Millionen Euro - war als Förderung gewünscht. Stattdessen gibt es jedoch nur etwa 1,47 Millionen Euro.

Kreis spricht mit Stadt über neue Zahlen

Auf Nachfrage der Grünen-Kreistagsabgeordneten Dr. Irmtraud Kannen bestätigte die Cloppenburger Kreisverwaltung, dass die neuen Zahlen mit der Stadt Friesoythe besprochen worden seien, die dem  Ergebnis „auch zustimmen konnte“, wie Petra Nienaber, Mitarbeiterin im Kreishaus, informierte.

Das bestätigte auch Friesoythes Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers: „Wir hatten zunächst einen höheren Zuschuss eingeplant, weil wir die genaue Berechnungsgrundlage nicht kannten.“ Die neuen Zahlen seien natürlich nicht schön und würden das Defizit vergrößern, „aber der Landkreis ist sehr fair mit uns umgegangen.“ In einem gemeinsamen Gespräch habe man die Situation konstruktiv erörtert und besprochen.

Wie bereits berichtet, soll die gesamte Grundschule Ludgerischule an die Dr. Niermann-Straße umziehen und im vorhandenen östlichen Gebäudeteil untergebracht werden. Der bisherige Standort an der Barßeler Straße bietet bereits heute und auf Dauer zu wenig Platz für die Anzahl der Schüler.  

Am Ende der örtlichen Diskussion   um mögliche Erweiterung oder Standortwechsel entschied  sich die Stadt Friesoythe für den Umzug an die Dr.-Niermann-Straße, wo bereits die Realschule angesiedelt ist. Teile des vorhandenen Gebäudes wurden abgerissen (wir berichteten), nun soll ein neuer Verbindungstrakt zwischen den Schulen geschaffen werden. Neben einer gemeinsamen Mensa entstehen dort neue Räume für die Realschule.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Friesoythe erhält 730.000 Euro weniger - OM online