Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Friedhofskapelle erhält zweiten Ausgang

Neuenkirchen-Vördens Gemeinderat hat entschieden. Die Gemeinde lässt die Kapelle nach dem 290.000-Euro-Plan Miriam Kopps sanieren.

Artikel teilen:
Dringend sanierungsbedürftig: Auch das Obergeschoss der Vördener Friedhofskapelle soll renoviert werden. Nach dem einmütigen Votum des Rates steht dem und dem zweiten Ausgang nun nichts mehr entgegen. Foto: Oevermann

Dringend sanierungsbedürftig: Auch das Obergeschoss der Vördener Friedhofskapelle soll renoviert werden. Nach dem einmütigen Votum des Rates steht dem und dem zweiten Ausgang nun nichts mehr entgegen. Foto: Oevermann

Eine klare Tendenz hatte sich in den vergangenen Tagen vor der Ratssitzung in Sachen Sanierung der Vördener Friedhofskapelle zwar abgezeichnet, das einmütige Votum kam dann aber doch etwas überraschend. Einstimmig votierte der am Dienstag im Saal der Gastwirtschaft Zum schwarzen Ross tagende Gemeinderat Neuenkirchen-Vördens für den Sanierungsvorschlag für die Vördener Friedhofskapelle, der einen zweiten Ausgang vorsieht.

"Die Friedhofskapelle wird ein glänzendes Schmuckstück in unserer Gemeinde werden."Dr. Heinrich Brand, CDU-Ratsherr

Alle Fraktionen und Parteien im Rat stellten sich hinter den Wunsch vieler Vördener Bürger sowie der beiden Kirchengemeinden im Ort. Mit Bernhard Wessel (CDU) fehlte jedoch ein Mandatsträger, der sich in den vergangenen Wochen durchaus kritisch zu den Plänen der Architektin Miriam Kopp einschließlich des zweiten Ausgangs geäußert hatte.

Zweiter Ausgang kostet 25.000 Euro mehr

"Die Friedhofskapelle wird ein glänzendes Schmuckstück in unserer Gemeinde werden", zeigte sich Dr. Heinrich Brand (CDU) überzeugt. Angesichts der nur geringen Mehrkosten von rund 25.000 Euro sollte die Gemeinde den zweiten Ausgang einbauen lassen, so der Vördener weiter.

Zugleich waren von ihm auch kritische Töne über die vorangegangenen Diskussionen zu hören. "Die Friedhofskapelle ist mehr als ein reiner Zweckbau. Ein solch wichtiges Thema sollte überparteilich behandelt werden und eignet sich nicht zur Selbstdarstellung."

"Wenn wir etwas anpacken, dann machen wir es auch richtig."Andreas Frankenberg, SPD-Ratsherr

Auch Andreas Frankenberg (SPD) und Heinrich Hoppe (IGNV) begrüßten die rund 290.000 Euro teure Variante mit dem zusätzlichen Ausgang. "Wir waren von vornherein für diesen Entwurf. Wenn wir etwas anpacken, dann machen wir es auch richtig", so Frankenberg.
"Der Seitenausgang bringt ein Stück Privatheit", ergänzte Hoppe.

Zugleich lobte der IGNV-Ratsherr die im Entwurf berücksichtigte Flexibilität, mit der auf die Größe der Trauergemeinde reagiert werden könne. Ferner bedankte sich der Pastor im Ruhestand bei Miriam Kopp für ihre Geduld. "Mit ihr haben wir bereits bei der Sanierung des Untergeschosses der Friedhofskapelle positive Erfahrungen gemacht."

Gemeinde kann Zuschüsse für Projekt beantragen

Bürgermeister Ansgar Brockmann (CDU) gab bei der Sitzung bekannt, dass aufgrund geänderter Förderrichtlinien nun auch Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm für die Kapellensanierung beantragt werden könnten. Bis zu 63 Prozent der Kosten könnten dadurch bezuschusst werden.

Zudem schlug er die Bildung eines Arbeitskreises vor, der die Gestaltung der Sanierungs- und Umbaumaßnahmen im Blick behalten soll.

Eine neues Bild: Die Skizze zeigt, wie die Kapelle nach den Arbeiten voraussichtlich aussehen wird. Entwurf: KoppEine neues Bild: Die Skizze zeigt, wie die Kapelle nach den Arbeiten voraussichtlich aussehen wird. Entwurf: Kopp

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Friedhofskapelle erhält zweiten Ausgang - OM online