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Fördermittel sorgen für neue Anreize in der Vechtaer Innenstadt

Politik beschließt diverse Einzelmaßnahmen mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 755.000 Euro. Fast die Hälfte der Mittel fließt in Aufenthaltsqualität, Klima und Grün.

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Das Förderprogramm bietet viele Möglichkeiten zur Steigerung der Aufenthaltsqualität. Neben den bereits bestehenden Bänken von "Moin Vechta" sind weitere Möblierungen in der Vechtaer Innenstadt vorgesehen. Foto: Speckmann

Das Förderprogramm bietet viele Möglichkeiten zur Steigerung der Aufenthaltsqualität. Neben den bereits bestehenden Bänken von "Moin Vechta" sind weitere Möblierungen in der Vechtaer Innenstadt vorgesehen. Foto: Speckmann

Die Arbeits- und Lenkungsgruppen haben ihre Hausaufgaben gemacht. Der Grundsatzbeschluss des Stadtrates zur Durchführung und Finanzierung eines umfassenden Maßnahmenpakets liegt auf dem Tisch. Nun soll es Schlag auf Schlag weitergehen. Dafür hat der Ausschuss für Umwelt, Planung und Bauen jetzt diverse Einzelmaßnahmen abgesegnet, die im Rahmen des „Sofortprogramms Perspektive Innenstadt“ umgesetzt werden sollen.

Das Spektrum der Maßnahmen und Projekte ist äußerst vielfältig. Ein wesentliches Ziel ist die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Hinzu kommen Aktivitäten in den Bereichen Klimaschutz, Events und Digitalisierung, und auch in verkehrstechnischer Hinsicht könnte sich auf der Großen Straße etwas tun. Somit dürfte die Einkaufsmeile in vielerlei Hinsicht neue Anreize bekommen.

Das Budget beläuft sich auf satte 755.000 Euro. Die Stadt befindet sich sogar in der komfortablen Situation, dass das Land Niedersachsen noch zusätzliche Mittel in Höhe von 38.000 Euro zur Verfügung stellt. „Dabei handelt es sich um Rückflüsse von Kommunen, die mehr Maßnahmen angemeldet haben, als sie tatsächlich umsetzen“, erläutert Wirtschaftsförderer Dr. Frank Käthler. Der Betrag solle vorrangig zur Deckung von Mehrkosten dienen.

Die Stadtverwaltung will in diesen Tagen erste Abstimmungsgespräche mit der N-Bank führen. Die Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen entscheidet darüber, welche Maßnahmen gefördert werden. Die Förderquote beträgt maximal 90 Prozent. Gerade dieser Anteil macht das Sofortprogramm so attraktiv für die Kommune. Doch die Zeit drängt. Bis zum 30. Juni müssen die Anträge gestellt sein.

Maßnahmen müssen bis Ende März 2023 erfolgen

Dass es sich um ein „sehr sportliches“ Unterfangen handelt, hatte Käthler schon im vergangenen Jahr bei der Aufstellung des Masterplans betont. Mit der Umsetzung der einzelnen Vorhaben wird ein weiterer Kraftakt auf alle Beteiligten zukommen. Bei Ausschreibung und Bauarbeiten gilt es auf die Tube zu drücken. Die Abrechnung der Maßnahmen hat bis Ende März 2023 zu erfolgen.

Fast die Hälfte des Budgets fließt in die Bereiche Aufenthaltsqualität, Klima und Grün. So ist eine mobile Möblierung unter anderem am Europaplatz und Bremer Tor vorgesehen. Hinzu kommen etliche Spielgeräte und Blumenkübel. Die Fassadenbegrünung soll in Abstimmung mit Gebäudeeigentümern an den zentralen Achsen zwischen Bahnhof und Rathaus sowie Münsterstraße und Bremer Tor erfolgen.

Überdachte Stellplätze für Radfahrer

Die Radfahrer dürfen sich auf überdachte Stellplätze an der Bahnhofstraße sowie am Kapitelplatz freuen, wobei letztere Station auch mit Ladepunkten versehen werden soll. Die aktuelle Planung sieht auch die Aufstellung von insgesamt drei digitalen Stelen bei der Mobilitätsstation sowie am Europaplatz und Bremer Tor vor. Sie dienen vor allem zur Bewerbung von Events und Aktionen.

Um innerstädtische Bereiche bei Veranstaltungen bequem absperren zu können, sollen mehrere versenkbare Poller installiert werden. Allein für die vorrangigen Standorte an der Bahnhofstraße sowie der Großen Straße in Höhe Neuer Markt und Klingenhagen belaufen sich die Kosten auf etwa 160.000 Euro. Sollten noch weitere Fördermittel fließen, ließe sich das so genannte Zufahrtskontrollsystem ausdehnen.

In einem Workshop haben Bürger verschiedene Ideen zur Verkehrsreduzierung auf der Großen Straße vorgebracht, die zur Steigerung der Aufenthaltsqualität beitragen könnten, etwa Einbahnstraßenführung oder temporäre Sperrungen. Einen Modellversuch werde es nicht gleich geben, sagt Fachbereichsleiterin Christel Scharf, aber solche Möglichkeiten sollten durch Experten näher untersucht und simuliert werden.

"Es wird sich einiges tun in der Innenstadt. Darauf können wir stolz sein!“Bürgermeister Kristian Kater (SPD)

Im Ausschuss für Umwelt, Planung und Bauen stößt das Maßnahmenpaket auf einmütige Zustimmung. Die Fraktionsvertreter loben den Einsatz der Verwaltung und sind davon überzeugt, dass bei einer entsprechenden Förderung die Attraktivität Vechtas steigen wird. Bürgermeister Kristian Kater (SPD): „Es wird sich einiges tun in der Innenstadt. Darauf können wir stolz sein!“

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