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Förderzusage über 608.000 Euro: Barßel kämpft gegen Verschlammung der Gewässer

Seit Jahren versucht die Gemeinde gegen die enormen Sandablagerungen vorzugehen – die Gewässer sind für den Tourismus in der Region wichtig. Die aktuelle Maßnahme fördert das Land Niedersachsen.

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An Bord der MS Spitzhörn: Die Zusage überreichte MdL Karl-Heinz Bley (Mitte) an Johann Budde von der Touristik (von links), Barßels Ersten Gemeinderat Michael Sope, den stellvertretenden Bürgermeister Steffen Haak und Ehrenlandrat Hans Eveslage. Foto: C. Passmann

An Bord der MS Spitzhörn: Die Zusage überreichte MdL Karl-Heinz Bley (Mitte) an Johann Budde von der Touristik (von links), Barßels Ersten Gemeinderat Michael Sope, den stellvertretenden Bürgermeister Steffen Haak und Ehrenlandrat Hans Eveslage. Foto: C. Passmann

„Es ist heute ein guter Tag für die Gemeinde“, befanden Barßels stellvertretender Bürgermeister Steffen Haak und der Vorsitzende der  Touristik, Johannes Budde, bei der Bootstour zur Eröffnung des Hafenfestes. An Bord des Ausflugsdampfers „MS Spitzhörn“ überbrachte der CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Bley die frohe Botschaft, dass die Gemeinde für die Entsandung der Barßeler Gewässer eine Förderung erhält. Damit das Gewässer weiterhin befahrbar bleiben kann, kommen vom Land Niedersachsen Fördermittel von rund 608.000 Euro zu den Kosten von rund 760.000 Euro.

„Der Antrag der Gemeinde ist genehmigt. Die schriftliche Zusage habe ich erhalten. Der Bewilligungsbescheid des Wirtschaftsministeriums aus Hannover wird in den nächsten Tagen der Gemeinde per Post ins Haus flattern“, erklärte Bley. Dabei holte er Ehrenlandrat Hans Eveslage mit ins Boot, auch der habe seinen Teil zur Mittelbesorgung beigetragen. „Wir sind froh, dass das Land uns die Mittel zur Verfügung stellt. Aus eigenen Mitteln können wir eine Entsandung nicht finanzieren, daher sind wir dankbar", so Haak.

SPD-Ratsherr kritisiert die Förderzusage im Rahmen des Hafenfests

Bley betonte außerdem: „Der Tourismus hat in dieser Region eine große Bedeutung – gerade im Hinblick auf den Wassertourismus. Daher ist es ist wichtig, dass die Gewässer befahrbar bleiben.“ Die Entsandung werde zukunftsweisend für den Wassertourismus und das Wasserwandern im Erholungsgebiet Barßel sein, so Bley weiter.

Dass Bley die Förderzusage zum Hafenfest überbrachte, kritisierte der SPD-Ratsherr Hartmut Wrede. „Das war für mich eine politische Veranstaltung. Die gehört hier nicht her“, erklärte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Barßel.

30.000 Kubikmeter Sandablagerungen sollen aus dem Gewässer entfernt werden

Schon seit Jahren kämpft die Kommune immer wieder gegen die Verschlammung der Gewässer. Mehrfach wurden Entsandungsmaßnahmen durchgeführt, die immerhin Teilerfolge brachten. Die Bootsfahrer klagen immer wieder darüber, dass sie Barßel kaum noch erreichen könne. Einige Skipper fahren den Hafen deswegen gar nicht mehr an. „Durch die Versandung des Barßeler Tiefs wird die Zugänglichkeit des Hafens für die Sportbootfahrer zunehmend gefährdet. Sportbootfahrer mussten mehrfach freigeschleppt werden“, so Barßels Bürgermeister Nils Anhuth (parteilos).

Die Gemeinde hoffe, dass mit der jetzigen, breit angelegten Maßnahme die Schiffbarkeit der Gewässer auf längere Zeit verlässlich gesichert werden kann. Die Gewässer haben auch eine ökologische Bedeutung für Natur und Landschaft, betonte Anhuth. Am Ufer befinden sich größere Schutzgebiete, die den Naturraum in ihrer Einzigartigkeit ergänzen. Die Wasserqualität werde verbessert und somit auch die Lebensräume der vorhandenen Naturvielfalt, insbesondere der Fische und Amphibien.

In der Verwaltung geht man davon aus, dass rund 30.000 Kubikmeter Material, überwiegend Sandablagerungen, aus dem Gewässer entfernt werden müssen. Davon kommen etwa 10.000 bis 12.000 Kubikmeter aus dem Bootshafen Barßel, etwa 18.000 bis 20.000 Kubikmeter aus der Soeste und dem Barßeler Tief. Sobald der Bewilligungsbescheid vorliegt, werde man die Vorbereitungen für die Entsandung treffen, heißt es aus dem Rathaus.

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