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Feldlerchen durchkreuzen Volksbank-Vorhaben in Steinfeld

Die Tiere gelten in ihrem Bestand als gefährdet, sodass in Brutgebieten nicht ohne weiteres gebaut werden darf. Der Bauausschuss empfiehlt nun eine erneute öffentliche Auslegung der Baupläne.

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Feldlerchen durchkreuzen die Baupläne der VR-Bank an der Graf-von-Galen-Straße.   Foto: Röttgers

Feldlerchen durchkreuzen die Baupläne der VR-Bank an der Graf-von-Galen-Straße.   Foto: Röttgers

Brütende Feldlerchen durchkreuzen die Baupläne der Volks- und Raiffeisenbank Dinklage-Steinfeld (VR-Bank), im Bereich der Graf-von-Galen-Straße neuen Wohnraum zu entwickeln. Auf der jüngsten Sitzung des Bau-, Planungs- und Wirtschaftsförderungsausschusses unter dem Vorsitz von Brunhild Fangmann (CDU) stimmten die Mitglieder bei einer Enthaltung dafür, die dadurch erforderlichen Ergänzungen der Planungsunterlagen und die geänderte Bewertung und die Maßnahmen für die Feldlerchen erneut öffentlich auszulegen.

Bei der ursprünglichen Änderung des Flächennutzungsplanes lag ein faunistisches Gutachten noch nicht vor, artenschutzrechtliche Konflikte zu Brutvögeln und Fledermäusen waren zunächst ebenfalls nicht erkennbar. Bei einer Begehung der Fläche im Mai sei jedoch die Feldlerche angetroffen worden, die offenbar ihren Brutplatz verlegt habe, führte Heinrich Sandmann vom Steinfelder Bauamt aus.

Waldfläche am Schemder Weg wird Wohngrundstücken weichen

Feldlerchen gelten in ihrem Bestand gefährdet, sodass in Brutgebieten nicht ohne weiteres gebaut werden darf. Die VR-Bank als Investor muss nun einen Ausgleich durch die Bereitstellung von Ersatzflächen mit einer geeigneten Maßnahme vornehmen. Dazu gebe es einen Flächenpool der Stiftung Landgüter Schwede und Lage beim Gut Lage in Essen (Oldb.), informierte Sandmann im Ausschuss weiter. Die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde müsse noch erfolgen.

Einstimmig votierte der Ausschuss für die Aufstellung des Bebauungsplanes „Erweiterung Wohngebiet Dammer Straße I“.  Eine kleine Waldfläche werde am Schemder Weg Wohngrundstücken weichen. Sandmann informierte allerdings darüber, dass die erforderlichen Ersatzwaldflächen bereits geschaffen seien.

Zum Tagesordnungspunkt „Haushalt 2022 für den Bereich des Bauamtes“ gab es keine neuen Vorgänge für das nächste Jahr zu verkünden. „Wir haben unsere Gelder bereits jetzt bereitgestellt“, erklärte dazu Bauamtsleiter Michael Grunemeyer. Die Sanierung der Turnhalle und des Kindergartens beispielsweise seien nämlich schon auf den Weg gebracht.

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