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FDP und "Bürger für Bösel" scheitern mit Antrag auf mehr Photovoltaik

Der Grund: Die Gemeinde lässt derzeit ein neues Energiekonzept formulieren. Photovoltaik sei dabei auch ein Thema, hieß es. Der Antrag mache daher keinen Sinn.

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Ein Teil des Schulkomplexes der Böseler Oberschule trägt bereits eine Photovoltaikanlage. Weitere auf anderen öffentlichen Gebäuden sollen dazu kommen. Foto: Pille

Ein Teil des Schulkomplexes der Böseler Oberschule trägt bereits eine Photovoltaikanlage. Weitere auf anderen öffentlichen Gebäuden sollen dazu kommen. Foto: Pille

Mehr Photovoltaik-Anlagen auf den öffentlichen Dächern in Bösel – und zwar möglichst schnell. Das wünschen sich die Fraktionen der FDP und der „Bürger für Bösel“. Sie formulierten einen Antrag an den Gemeinderat, „alle Bestandsgebäude und geplanten Neubauten hinsichtlich der Machbarkeit, Planung und Umsetzung von Photovoltaikanlagen überprüfen zu lassen“.

Beraten oder in einen Fachausschussschuss verwiesen wurde der Antrag nicht: Weil die Gemeinde bereits an einem Gesamtkonzept arbeitet, folgte die Mehrheit bei 4 Gegenstimmen und einer Enthaltung dem Vorschlag von Thomas Butz (CDU) auf Nichtbefassung. So unterbleibt jede weitere Beratung des neuen Antrags der beiden Fraktionen im Rat, im Verwaltungsausschuss und im Fachausschuss.

Hintergrund: Die großen Dachflächen der Gemeinde-Liegenschaften in Bösel eignen sich möglicherweise perfekt für Photovoltaik-PV-Anlagen. Mit dem Umstieg auf erneuerbare Energiequellen könnte die Kommune eine nachhaltige Zukunft einläuten und von der finanziellen Förderung des Bundes profitieren. Zudem ist der Ausbau mit unmittelbaren Effekten für die lokale Wirtschaft verbunden.

All das haben die Fraktionen im Böseler Gemeinderat erkannt und schon vor einiger Zeit einen Prüfungsauftrag zur Neuausrichtung des Energiekonzepts formuliert. Der neue Antrag sei daher "entbehrlich“, erklärte Bürgermeister Hermann Block. Er sei überrascht, denn er habe längst einen Auftrag für die Gesamtthematik „Neuausrichtung des Energiekonzepts“ erhalten. Insgesamt sei die energetische Versorgung ein Thema für die Gemeinde, nicht nur Photovoltaik. Als erster Schritt müsse jedoch der technische und wirtschaftliche Rahmen abgesteckt werden.

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