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FDP stellt sich hinter den CDU-Kandidaten Frank Beumker

Knapp 2 Wochen vor der Kommunalwahl sagen die Liberalen dem Herausforderer ihre Unterstützung zu. Terminschwierigkeiten verzögerten die Entscheidung.

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Endspurt im Wahlkampf: Die Cappelner FDP (links Bundestagskandidatin Carolin Abeln, rechts Ratsmitglied Clemens Poppe) will den Wechsel und unterstützt Frank Beumker (Mitte). Foto: FDP

Endspurt im Wahlkampf: Die Cappelner FDP (links Bundestagskandidatin Carolin Abeln, rechts Ratsmitglied Clemens Poppe) will den Wechsel und unterstützt Frank Beumker (Mitte). Foto: FDP

CDU-Bürgermeisterkandidat Frank Beumker bekommt weitere Unterstützung. Nach mehreren Terminen und Gesprächen verkündete FDP-Ratsmitglied Clemens Poppe gut eine Woche vor der Bürgermeisterwahl in Cappeln: „Wir wollen alles daransetzen, dass der Chefsessel im Cappelner Rathaus in 7 Wochen von einem anderen Beamten besetzt wird, nämlich von Frank Beumker“.

Dass die Entscheidung vergleichsweise knapp vor dem Wahltag am 12. September gefallen ist, begründet Poppe mit Terminschwierigkeiten. "Ich habe schon kurz nach seiner Nominierung mit ihm Kontakt aufgenommen, es sollte aber Gespräche mit allen FDP-Kandidaten geben", meinte der Ratsherr auf Nachfrage der Redaktion. Der Wahlkampf habe auf beiden Seiten viel Zeit in Anspruch genommen, da Beumker zahlreiche Termine habe und auch Carolin Abeln als Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Cloppenburg/Vechta einen reichlich gefüllten Kalender vorweisen könne. 

Neue Ideen bei der Wohnbebauung gefordert

Ein Wechsel sei dringend nötig, denn in Cappeln sei in den vergangenen Jahren einiges nicht entscheidend vorangekommen, meinte Poppe. Besonders gravierend seien die Defizite bei der Bereitstellung neuer Industrie- und Gewerbeflächen in allen Gemeindeteilen. Beim Thema Wohnen sei – so auch die übereinstimmende Meinung aller FDP-Ratskandidaten – auf eine intelligente Bebauung und -entwicklung abzustellen; weg von der Priorisierung von Einfamilienhaussiedlungen hin zu Quartieren fürs Arbeiten, Wohnen und Einkaufen für alle Generationen. Die nötige Infrastruktur, wie Hort, Kindergarten und Schule, müsse allerdings zeitnah geschaffen werden.

Clemens Poppe, der bei seinen Gesprächen von der FDP-Bundestagskandidatin Carolin Abeln, die ebenfalls für den Rat und den Kreistag kandidiert, begleitet wird, nannte aber auch die nicht immer vertrauensvolle Zusammenarbeit des bisherigen Bürgermeisters mit den Ratsmitgliedern und den Gremien des Rates. "Ich sehe Bürgermeister als Geschäftsführer und die Ratsmitglieder als Aufsichtsrat, dem gegenüber Rechenschaft abzulegen ist", zog Poppe einen Vergleich zur Wirtschaft. "Ein 'Weiter so' geht nicht." Mit Beumker, der Pressesprecher des Landkreises ist, habe er als Kreistagsmitglied in der Vergangenheit eine vertrauensvolle Zusammenarbeit erlebt, die er mit ihm als Bürgermeister gerne fortsetzen möchte.

Beumker sieht breite politische Basis 

Einige gravierende Stellschrauben, wie das künftige Rathaus, wurden ebenso angesprochen, wie die Entwicklung der Agrarwirtschaft in der Gemeinde Cappeln. Zum Fortbestand vieler Landwirte sei es nötig, neue Wege in der Entwicklung des Tierwohls zu prüfen und sich im Rahmen der Möglichkeiten in die Planungen einzubringen. „Das, was die Gemeinde dazu beitragen kann, muss sie nutzen“, meinte Poppe.

„Ich freue mich, dass die FDP Cappeln mich unterstützt“, sagte Frank Beumker. Damit werde eine breitere politische Basis für Cappeln geschaffen. „Das gilt auch für eine künftige enge Zusammenarbeit“, ergänzte Poppe. Der Schritt sei nötig, so Beumker, um parteiübergreifend agieren und Antworten auf künftige Herausforderungen entwickeln zu können. Nicht Parteien, so die Übereinstimmung des 51-jährigen Kommunalbeamten und Bürgermeisterkandidaten Beumker mit den Liberalen, ständen im Mittelpunkt des Handelns bei der täglichen Arbeit in der Kommunalverwaltung, sondern die Bürger. „Es ist eine stetige Anpassung an gesellschaftliche Veränderungen und Ansprüche erforderlich“.

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