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Fast 50 Millionen Corona-Tests sind dieses Jahr in Niedersachsen genommen worden

Corona-Tests gehören längst zum Alltag. In einigen Lebensbereichen sind sie immer noch Pflicht. Mit dem Ende der generell kostenlosen Bürgertests ging die Zahl der Corona-Checks aber deutlich zurück.

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Symbolfoto: dpa

Symbolfoto: dpa

In Niedersachsen sind in diesem Jahr bislang fast 50 Millionen Corona-Tests genommen worden. Die wöchentliche Zahl lag in jüngster Vergangenheit meist bei rund 400.000, wie das Gesundheitsministerium in Hannover auf dpa-Anfrage mitteilte. In der ersten Oktoberwoche waren es den Angaben zufolge mit rund 330.000 allerdings weniger. Selbsttests, die etwa in Drogeriemärkten erhältlich sind, werden in diese Zahlen nicht mit eingerechnet.

Bis Anfang Mai wurden laut Ministeriums wöchentlich jeweils mehr als eine Million Tests durchgeführt. Danach gingen die Zahlen spürbar zurück. Zuletzt waren es Mitte Juli mehr als 500.000 Tests in einer Woche.

Die Positivrate der Corona-Tests schwankte in den vergangenen Wochen. In der ersten Oktoberwoche war fast jeder zehnte Test positiv - in den Wochen zuvor waren es nur zwischen rund vier und knapp sieben Prozent gewesen.

Zeitweise waren in diesem Jahr Corona-Tests für viele Menschen in Niedersachsen Voraussetzung für zahlreiche Freizeitbereiche. Seit einigen Monaten sind viele Corona-Schutzmaßnahmen entfallen und somit auch die Verpflichtung für einen Test.

Abschaffung der kostenlosen Bürgertests bleibt weiter in der Kritik

Seit Juli gibt es kostenlose Bürgertests nur noch für Risikogruppen und einige Ausnahmefälle. Für Tests etwa für Familienfeiern, Konzerte oder Treffen mit Menschen ab 60 werden 3 Euro Zuzahlung fällig. Wer einen solchen Test will, muss unterschreiben, dass er zu diesem Zweck gemacht wird.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hatte das Ende der generell kostenlosen Tests kritisiert. «Durch den Wegfall der anlasslosen kostenlosen Bürgertests haben wir, insbesondere vor dem Hintergrund von steigenden Corona-Zahlen in Herbst und Winter, ein Stück Sicherheit aufgegeben im Erkennen von Infektionen und bei der Unterbrechung von Infektionsketten», sagte Behrens.

Allerdings seien die Tests bei begründetem Verdacht für eine Infektion auch weiterhin kostenlos. «Wichtig ist in diesem Herbst, dass jeder seinen Impfstatus im Blick hat und notwendige Auffrischungsimpfungen in Anspruch nimmt. Das ist gerade für die über 60-Jährigen notwendig», betonte die Ministerin.

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