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Farbe bekennen

Thema: Olaf Scholz und die Linken – Es ist an der Zeit, dass der SPD-Kanzlerkandidat klar und offen sagt, ob er mit den Linken im nächsten Deutschen Bundestag koalieren würde.

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Olaf Scholz sollte sich endlich erklären. Es ist an der Zeit, dass der SPD-Kanzlerkandidat klar und offen sagt, ob er mit der SED-Nachfolge-Partei Die Linke im nächsten Deutschen Bundestag koalieren würde, um sich mit ihr und den Grünen die Mehrheit für seine Wahl zum Kanzler zu sichern. Auf die Antwort haben die Wähler ein Recht. Es kann nicht sein, dass Scholz und seine Genossen bei jeder Gelegenheit von der CDU und CSU ein deutliches Bekenntnis einfordern, sich nicht mit der AfD zusammenzutun, selber aber die Kooperation mit einer in großen Teilen ihrer Mitgliederschaft linksextremistischen Partei nicht ausschließt. 

Und so lange Scholz in diesem wichtigen Punkt herumeiert, so lange müssen CDU und CSU als zwei den Staat des Grundgesetzes uneingeschränkt mittragende Parteien die Finger in die offene rot-dunkelrote Wunde legen.

Freilich stellt sich noch eine Frage: Selbst wenn Scholz eine Koalition mit den Kommunisten der Partei Die Linke ablehnt, wie verlässlich ist die Aussage? Werden sich am Ende nicht doch die Linksaußen in der SPD wie Kevin Kühnert, Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans durchsetzen, die keine Skrupel haben, mit den Linken zu kooperieren? Im Wahlkampf halten sie sich deutlich zurück, vielleicht wohl wissend, dass mit ihnen im Moment nur wenig Staat zu machen ist. Noch ist Scholz das Zugpferd. Aber wird er es auch bleiben, wenn die Ernte in die Scheuer eingefahren ist? Fragen über Fragen, die sich viele Wähler stellen dürften. Einer könnte sie problemlos beantworten. Dessen Antwort aber ist ein beredtes Schweigen.

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