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Fahrlässig

Thema: Trump bald wieder bei Twitter? – Sollte Elon Musk Donald Trump wieder twittern lassen, wäre das fahrlässig. Der Tesla-Chef könnte dem Ex-US-Präsidenten helfen, wieder US-Präsident zu werden.

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Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Doch stellt sich die Frage, ob ihr manchmal auch Grenzen gesetzt werden müssen. Wenn Tesla-Chef Elon Musk behauptet, es sei moralisch nicht vertretbar, Ex-US-Präsident Donald Trump weiter von Twitter auszuschließen, handelt er fahrlässig. Denn genau sie – die Meinungsfreiheit, die Musk sich als Kaufargument für Twitter auf die Fahnen geschrieben hat, hat Trump unentwegt in diesem Medium mit Füßen getreten.

Zur Erinnerung: Etwa 80 Millionen Menschen folgten dem Ex-Präsidenten seinerzeit auf der Plattform, auf welcher er jeden Tag Hass, Hetze, Lügen und Falschnachrichten verbreitete. Beste Beispiele sind hier sicherlich die Behauptungen, er habe die Präsidentschaftswahlen gegen Joe Biden wegen Wahlbetrugs verloren, was letztlich dank seines offensichtlichen Aufrufs über Twitter im Sturm seiner Anhänger auf das US-Kapitol gipfelte.

Wird Musk zum Steigbügelhalter für Trump?

Hinzu kommt: Mitarbeiter seiner Regierung, die sich nicht seinen verdrehten Allmachtsfantasien hingaben, feuerte Trump auch mal öffentlichkeitswirksam über das Medium. Journalisten warf er unentwegt Fake News vor. Und Beleidigungen öffentlicher Personen waren an der Tagesordnung.

Musk sollte sich überlegen, ob er einen Mann hofiert, der Desinfektionsmittel gegen die Pandemie spritzen lassen wollte, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen massiven Steuerbetrugs ermittelt und der in Wladimir Putin einen Freund sieht. Der Tesla-Chef könnte somit zum Lakaien eines möglicherweise neuen US-Präsidenten Trump werden. Das kann die heutige Welt kein zweites Mal gebrauchen.

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