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Es lebe die Demokratie

Thema: Kommunalwahlen in Niedersachsen – Die CDU bleibt trotz Verlusten stärkste Kraft. Rund um das Oldenburger Münsterland herum wird es allerdings grüner.

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Während das Oldenburger Münsterland weiterhin überwiegend CDU wählt, wird es drumherum immer grüner. Auch das ist eine Erkenntnis aus den Kommunalwahlen. Konkret: In 22 von 23 Stadt- und Gemeinderäten in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta sind die Christdemokraten künftig die dominierende Kraft. Einzige Ausnahme ist Friesoythe. In den großen Städten in der Nachbarschaft sieht das dagegen ganz anders aus. 

Beispiel Oldenburg: Stärkste Kraft im neu gewählten Stadtrat werden die Grünen. 31 Prozent der Wählerstimmen reichen für 16 Sitze. SPD (29 Prozent, 15 Sitze) und vor allem CDU (18 Prozent, 9 Sitze) folgen mit Abstand. Und nicht nur das: Der Kandidat der Grünen für das Amt des Oberbürgermeisters, Daniel Fuhrhop, hat es in die Stichwahl geschafft und misst sich dort am 26. September mit dem aus Steinfeld stammenden Amtsinhaber Jürgen Krogmann (SPD).

Gleiches Bild in Osnabrück: Keine andere Partei hat bei den Stadtratswahlen mehr Stimmen geholt als die Grünen (29 Prozent, 14 Sitze). Es folgen CDU (25,5 Prozent, 13 Sitze) und SPD (23,5 Prozent, 12 Sitze). Weitere Parallele zu Oldenburg: Auch in Osnabrück erreicht die Kandidatin der Grünen, Annette Niermann, die Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt. Ihre Konkurrentin ist Katharina Pötter von der CDU.

Viele Stadt- und Gemeinderäte werden bunter

Gibt es also eine eindeutige Stadt-Land-Schere in Niedersachsen, in der die Stadtbevölkerung grün abstimmt und auf dem Lande schwarz gewählt wird? Nein. Dagegen spricht etwa, dass die CDU-Bürgermeister in der siebtgrößten Stadt Salzgitter und in der Nummer 14 des Einwohnerrankings, Hameln, ihre Posten schon im ersten Wahlgang souverän verteidigt haben.

Vielmehr scheint es so, dass bei den Personenwahlen mehr die Persönlichkeit und weniger das Parteibuch entscheidet. Bei den Parlamentswahlen hingegen verstetigt sich der Trend, wonach es immer seltener eine alles dominierende Kraft gibt. Viele Stadt- und Gemeinderäte werden vielfältiger und bunter.

Dazu passt als weitere Gemeinsamkeit, dass die rechtsextreme AfD landesweit nurmehr auf einen Stimmenanteil von 4,6 Prozent kommt und sich im Vergleich zu 2016 fast halbiert hat. Es lebe die Demokratie.

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