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Ersatz für Pannenfahrzeug beschlossen

500.000 Euro kostet der neue Multifunktionslaster HLF 20 zur Brandbekämpfung und zum Einsatz bei Unfällen und technischen Hilfeleistungen, dessen Kauf der Löninger Stadtrat beschlossen hat.

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Freude über das neue Fahrzeug: Ein vierköpfiges Team mit Mario Radtke (li.) hat die neue, bis auf 32 Meter ausfahrbare Drehleiter abgeholt. Bürgermeister  Willen begrüßte Team und Fahrzeu.  Foto: Stadt

Freude über das neue Fahrzeug: Ein vierköpfiges Team mit Mario Radtke (li.) hat die neue, bis auf 32 Meter ausfahrbare Drehleiter abgeholt. Bürgermeister  Willen begrüßte Team und Fahrzeu.  Foto: Stadt

Einstimmig hat der Rat der Stadt Löningen auf seiner Jahresabschluss-Sitzung   im Forum Hasetal den Kauf eines neuen „Hilfeleistungs-Löschgruppen-Fahrzeugs „HLF 20“ beschlossen, das nach den bisherigen Erkenntnissen mit seiner umfangreichen Zusatzausrüstung rund 500.000 Euro kosten wird.  Teil des Beschlusses sind auch die haushaltsrechtlich notwendigen außerordentlichen Verpflichtungsermächtigungen und die Aufgabe für den Bürgermeister, die vergaberechtlichen Schritte einzuleiten. Damit soll keine Zeit verloren werden, denn wegen der Lieferfristen dauert es zwei Jahre, bis das neue Fahrzeug zur Verfügung steht.

Die Verantwortlichen hatten sich trotz des Lockdowns entschlossen, die Sitzung stattfinden zu lassen, da vor allem im nichtöffentlichen Teil wichtige Beschlüsse gefasst werden mussten, die für den weiteren Entscheidungsweg notwendig sind. Das Forum bietet ausreichend Platz für den vorgeschriebenen Abstand zwischen den 30 Beteiligten und den Zuschauern. Gleich in mehrfacher Hinsicht spielte die Feuerwehr und die notwendigen Voraussetzungen zum Schutz von Leib, Leben und Besitz der Menschen in dem Treffen eine wichtige Rolle. Bürgermeister Marcus Willen begründete ausführlich, weshalb der neue Multifunktionslaster dringend und so schnell wie möglich notwendig sei. Es sei sehr bedauerlich, dass ausgerechnet das wichtigste Fahrzeug der Löninger Wehr, das stets als erstes ausrücke und mit seiner zusätzlichen Ausrüstung wie Rettungsstempel oder Pedalschneider bei Unfällen und technischen Hilfeleistungen unverzichtbar sei, am meisten Probleme bereite.

Ausgerechnet das wichtigste Fahrzeug pannenanfällig

Das Fahrverhalten des 18 Jahre alten Fahrzeugs mit nur gut 20.000 Kilometern auf dem Tacho sei aufgrund ständiger, immer wieder vergeblich reparierter Bremsprobleme und trotz zweier eingebauter neuer Getriebe und etlichen Reklamationen derart unzuverlässig, dass es nur noch von erfahrenen Aktiven gefahren werden dürfe. Bei einem Komplettausfall wäre das LF 16/12 kurzfristig nicht ersetzbar. Die aktuelle Zusatzausstattung kann nach Willens Angaben nicht vom bisherigen in das neue Fahrzeug eingebaut werden. Wie bei allen anderen Investitionen der Stadt auch würden alle Zuschuss-Möglichkeiten geprüft, reagierte Marcus Willen auf eine Anfrage von UfL-Sprecher Jörg Bremersmann.

Der Bürgermeister informierte den Rat darüber, dass die neue Feuerwehrdrehleiter von einem vierköpfigen Team in Ulm abgeholt worden sei und nach umfangreicher Einweisung und mit Übergabeprotokoll jetzt die Stelle des nach 28 Jahren ausgemusterten alten Spezialfahrzeugs im Feuerwehrhaus eingenommen hat. Die Kosten von 728.000 Euro teilen sich die Stadt und der Kreis, der  mehr als die Hälfte seines Anteils aus der Feuerschutzsteuer nutzen kann.

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