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Entwürfe für die neue Krippe liegen auf dem Tisch

Im zuständigen Ausschuss stellten zwei Architektenbüros ihre Entwürfe für den Krippenneubau in Bakum vor. Die Baukosten werden aufgrund der gestiegenen Materialpreise wohl deutlich steigen.

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Zwei Entwürfe, eine Krippe: Das Architektenbüro PBA hofft auf den Zuschlag. Grafik: PBA

Zwei Entwürfe, eine Krippe: Das Architektenbüro PBA hofft auf den Zuschlag. Grafik: PBA

Der Krippenneubau am Kapellenweg in Bakum nimmt Form an: Im Ausschuss für Jugend, Familie und Demografie stellten zwei Architektenbüros ihre Entwürfe für eine Krippe mit zunächst 2 Gruppen vor. Über das weitere Vorgehen wird nun in den Fraktionen beraten.

Bürgermeister Tobias Averbeck (CDU) betonte vorweg die Notwendigkeit des Neubaus auf dem circa 3000 Quadratmeter großen Gelände: "Die Tendenz geht zu 120 bis 130 Kindern in den nächsten Krippenjahrgängen, momentan haben wir aber nur maximal 60 Krippenplätze zur Verfügung", erläutert Averbeck. Der Mangel an Plätzen betreffe aber nur den Krippenbereich für Kinder bis 3 Jahre, "laut Kindertagesstättenbedarfsplan des Landkreises Vechta sind wir im Kindergartenbereich gut aufgestellt", sagt Averbeck.

Zunächst Planung nur für 2 Gruppen

Für die Entwürfe hatte die Gemeinde die Vorgabe gemacht, dass zunächst nur für 2 Gruppen geplant wird und bei Bedarf die Krippe um 3 Gruppen erweitert werden kann. "Es macht Sinn, nicht alles sofort zu bauen, weil die Geburtenjahrgänge schwer abzuschätzen sind", begründet Averbeck das Vorgehen. Den Anfang mit der Vorstellung ihres Entwurfes machte die PBA Architektengemeinschaft aus Vechta. "Mit unserem Entwurf wollten wir die Krippe optisch in die Struktur der umliegenden Einfamilienhäuser integrieren", erklärt Frauke Preuss. Eine mögliche Erweiterung würde in 2 Phasen realisiert werden, wobei in der einen Phase Platz für eine neue Gruppe, in der anderen Platz für 2 neue Gruppen geschaffen werden könnte.

Auch das Architektenbüro Bocklage und Buddelmeyer hofft auf den Zuschlag. Grafik: Bocklage+BuddelmeyerAuch das Architektenbüro Bocklage und Buddelmeyer hofft auf den Zuschlag. Grafik: Bocklage+Buddelmeyer

Weiter stellte Preuss die Innengestaltung ihres Entwurfs vor. "Das Leitungsbüro ist am Eingang platziert und die Waschräume befinden sich direkt an den Gruppenräumen." Der 40 Quadratmeter große Mehrzweckraum könne zum Beispiel zum Turnen, aber auch als Besprechungsraum genutzt werden. Zudem gebe es einen Ruheraum zwischen den beiden Gruppenräumen, die jeweils 45 Quadratmeter groß sind und mit einer 2. Spielebene samt Treppe ausgestattet sind. "Draußen vor den Gruppenräumen sind Überdachungen, wo Waschmöglichkeiten untergebracht werden könnten", so Preuß. Für den Spielplatz mit Spielgeräten für 5 Gruppen seien indes 156.000 Euro eingeplant, berichtet Carsten Preuss: "Das ist ein relativ großer Betrag, der aber nötig ist, alleine das Klettergerüst kostet 15 bis 20.000 Euro."

Vergleichsweise kleines Grundstück steht zur Verfügung

Als 2. warb das Architektenbüro Bocklage und Buddelmeyer aus Vechta für seinen  Entwurf. "Die große Herausforderung bei diesem Projekt ist die vergleichsweise geringe Größe des Grundstücks", stellte Linus Bocklage fest. "Wir wollten Rücksicht auf die in der Nähe gelegene Kirche nehmen, deshalb haben wir eingeschossig geplant." Zudem sei es eine Entlastung für das Personal, wenn nicht immer mit den Kinder in die obere Etage mitgegangen werden müsse. Bocklage sagt weiter: "Der Entwurf sieht eine relativ einfache Bauart mit einem ortstypischen Klinker vor, um im Budget zu bleiben."

Im Innenbereich werde es laut Bocklage bei einer Erweiterung einen "eindeutigen" Mittelpunkt am Eingangsbereich geben, wo auch das Leitungsbüro seinen Platz finden soll. "Die 41 Quadratmeter große Mehrzweckhalle kann bei einer Erweiterung außerdem zur Mensa umfunktioniert werden." Die Gruppenräume sollen alle jeweils mindestens 50 Quadratmeter groß sein: "Das ist wichtig, falls die Räume eventuell doch für Kindergarten-Gruppen genutzt werden sollen." Draußen im Übergang zum Gruppenraum ist ein Vordach vorgesehen: "Dort ist es dann immer trocken und somit eine Ergänzung zur Schmutzschleuse drinnen." Für den Spielplatz, der zunächst für 2 Gruppen ausgelegt sein soll, werden Kosten von 76.000 Euro veranschlagt.

Diskussion um Parkplatz-Situation

Eine Frage im Ausschuss war, wie die Architekten die Parkplatzsituation an der neuen Krippe lösen wollen. "Wir stellen uns Parkplätze vor der Krippe vor, zum einen eine Parkbucht und zum anderen einen richtigen Parkplatz", sagt Frauke Preuss. "Damit können die Eltern, ohne die Straße überqueren zu müssen, ihre Kinder zur Krippe bringen." Bocklage hingegen schlägt ein Modell mit Parkplätzen im rückwärtigen Bereich der Krippe beim Wendehammer vor: "Aber auch vorne beim Eingangsbereich soll es Parkplätze geben." Bürgermeister Averbeck könnte sich vorstellen, die Parkplätze der evangelischen Kirchengemeinde mitzunutzen: "Darüber könnte man sich mal austauschen."

Die Baukosten werden bei beiden Entwürfen mit circa einer Million Euro kalkuliert. Beide Architektenbüros betonen aber, dass diese Schätzungen noch aus dem letzten Jahr kommen würden; aufgrund der in der letzten Zeit rasant angestiegenen Materialkosten sei der Preis nicht mehr zu halten. Carsten Preuss rechnet so zum Beispiel mit 10 bis 15 Prozent Mehrkosten. Jetzt sind die Fraktionen am Zug: Einstimmig beschloss der Ausschuss, die Angelegenheit zunächst in den Fraktionen von CDU und SPD zu beraten. 

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