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Energiewende: Viele Worte, aber bislang wenige Taten

Thema: Habecks Energie-Optimismus – Die Zeitenwende ist eingeläutet, doch von Veränderung bislang kaum eine Spur. Was macht Wirtschaftsminister Robert Habeck denn so optimistisch?

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Die Bundesregierung steht seit Jahren am Anfang des Ökostrom-Ausbaus. Nach vielen großen Worten folgten wenige Taten. Es wurde lieber der Weg des geringsten Widerstandes gewählt. Dieses Muster steht sinnbildlich für die Ära Merkel in der Energiepolitik.

Die Konsequenzen dieser Gangart liegen offen: Ein grüner Wirtschaftsminister muss den Einkauf von Flüssiggas als Erfolgspunkt in einer vom Bundeskanzler ausgerufenen Zeitenwende verkaufen – natürlich nur als Zwischenenergie, mit der fast ganz Deutschland noch immer versorgt wird.

"Das Jahr 2035 rückt immer näher – und der Ausbau des Ökostroms steht quasi immer noch am Anfang."Max Meyer

Die Wende soll kommen, doch der Optimismus Habecks mit Blick auf den Ökostrom-Ausbau in Deutschland erschließt sich mir nicht. Denn bereits ein Vorhaben, der Ausbau der Windkraftenergie, steht beispielhaft für das jahrelange Scheitern auf dem Weg hin zu grünem Strom. Grund dafür ist nicht nur, dass es bis zu 6 Jahre dauern kann, bis ein Windrad oder gar -park genehmigt wird, sondern dass die Länder entscheiden und die Windkraftindustrie durch Merkels Energiepolitik nicht nur ausgebremst, sondern abgebaut wurde. Diese hat sich zwar erholt, liefert aber zuhauf ins Ausland, wo die grüne Technologie auch angenommen wird.

Allein um den Ausbau der Windkraftenergie zu befeuern, muss es finanzschwere Förderprogramme geben, Joboffensiven für die Industrie und die passenden Gesetze. Da hilft es nicht, wenn Robert Habeck an ein paar kleinen oder großen Stellschrauben dreht.

Das Jahr 2035 rückt immer näher – und der Ausbau des Ökostroms steht quasi immer noch am Anfang.

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