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Endspurt zur Ziellinie

Thema: Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden - 4 Tage vor der Wahl scheint ein klarer Sieger nicht auszumachen zu sein. Allerdings könnte sich für die CDU ein anderes Debakel auftun.

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Bis zur Ziellinie sind es noch 4 Tage. Der Endspurt hat begonnen, und wie im Sport werden auch in der Politik die letzten Reserven mobilisiert. Friedrich Merz, Armin Laschet oder doch Norbert Röttgen: Wer macht das Rennen um den CDU-Vorsitz?

In jüngster Zeit hat sich ein überraschender Kopf-an-Kopf-Wettbewerb herauskristallisiert. Nach wie vor gilt Merz als Favorit. Doch hat der selbstbewusste Polit-Rückkehrer mit provokanten Positionen nicht gerade für neue Freunde innerhalb der Partei geworben. Für die Mehrheit bei der Wahl benötigt Merz Stimmen aus dem Lager des von ihm benannten internen Establishments, das er noch im Dezember scharf angegriffen hatte. Keine gute Voraussetzung, um eine ohnehin gespaltene Partei zu einen.

Nicht zuletzt aufgrund dieser Haltung sind ihm Laschet und Röttgen dicht auf den Fersen. Zwischenzeitlich agierte der NRW-Ministerpräsident als Corona-Krisenmanager unglücklich und stürzte in den Zustimmungswerten ab. Inzwischen konnte er sich mehr Anerkennung erarbeiten. Sein Problem: Er steht für ein "Weiter so" auf Merkels Kurs. Das mag für die weniger Mutigen ein tragbares Konzept sein, doch die CDU braucht dringend einen innovativen Umbruch.

Norbert Röttgen zeigt sich biegsam und lässt sich keinem Lager zuordnen. Sicher eine bewusste Strategie des früheren Umweltministers, um in jede Lücke hineinstoßen zu können. Doch die fehlende Positionierung könnte ihm am Ende zum Verhängnis werden.

Fazit: Ein klarer Favorit ist nicht erkennbar. Unabhängig davon ist es für die CDU jetzt wichtig, die Gräben in den eigenen Reihen nicht auf den letzten Metern weiter zu vertiefen.

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