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Emsteker Rat macht das Portemonnaie auf

Die Unterstützung von Denkmalpflege wurde beschlossen und die Feuerwehr bekommt ein großes Tanklöschfahrzeug für eine halbe Million Euro. Das Rufbuskonzept wurde verlängert.

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Der Drantumer Glockenturm: Um ihn zu erhalten, sind einige Sanierungsarbeiten erforderlich, die bis zu 10.000 Euro kosten können. 80 Prozent wird die Kommune tragen. Foto: Thomas Vorwerk

Der Drantumer Glockenturm: Um ihn zu erhalten, sind einige Sanierungsarbeiten erforderlich, die bis zu 10.000 Euro kosten können. 80 Prozent wird die Kommune tragen. Foto: Thomas Vorwerk

Zum Schutz und Erhalt von Kulturgütern in der Gemeinde Emstek hat der Rat in seiner Sitzung am Mittwoch eine Richtlinie beschlossen, nach der künftig die förderfähigen Kosten mit maximal 80 Prozent  bezuschusst werden. Anstoß war ein Antrag der Dorfgemeinschaft Drantum. Dort muss der Glockenturm am Herzog-Erich-Weg saniert werden.

Halener Zuschuss wird nachträglich angepasst

Für die dringenden Reparaturarbeiten sind zwei Angebote eingeholt worden, die sich auf 8.000 beziehungsweise 9.800 Euro belaufen. Von der Volksbank Emstek hat es eine Spendenzusage in Höhe von 1.346,42 Euro gegeben. Die Wegegenossenschaft steuert 1.000 Euro bei.

Im vergangenen Jahr hatte der Heimatverein Halen für die Instandsetzung des dortigen Glockenturms einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent zugebilligt bekommen. Mit dem jetzigen Beschluss soll die Finanzspritze auf ebenfalls 80 Prozent angepasst werden.

Mit 10.000 Litern Wasser zum Einsatz

Den Fuhrpark möchte die Freiwillige Feuerwehr Emstek den sich ändernden Ansprüchen anpassen. Im Feuerwehrbedarfsplan ist für die kommenden beiden Jahre die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeugs (TLF) mit einem 4.000-Liter-Tank vorgesehen. Stattdessen soll ein Sonderlöschfahrzeug kommen, das bis zu 10.000 Liter Wasser transportieren kann.

Mehrere Gründe werden dafür im Antrag genannt: Mehr Industriebetriebe in der Gemeinde, mehr Elektrofahrzeuge, die im Brandfall einen größeren Löschmitteleinsatz benötigen und die Sicherung der Wasserversorgung im Außenbereich, wo selbst bei einer Verfügbarkeit von Hydranten in den Sommermonaten der schwache Wasserdruck Probleme bereiten kann.

Weniger Personal beim Einsatz nötig

Zudem können 3 Kameraden als Besatzung eines Fahrzeugs die Wassermenge von 2,5 Tanklöschfahrzeugen transportieren. Jedes TLF muss aber wiederum mit mindestens 3 Personen besetzt sein. Da nicht alle Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr ihren Arbeitsplatz vor Ort haben, sind sie auch nicht immer verfügbar. Mit dem großen Fahrzeug würde man die personelle Situation etwas entspannen. Die Kosten für die Anschaffung belaufen sich auf 500.000 bis 550.000 Euro.

80 Fahrgäste pro Woche zu Beginn

Wie schon in anderen Kommunen des Landkreises Cloppenburg hat sich auch Emstek für die Verlängerung des Rufbusses ausgesprochen. Das Konzept war ursprünglich bis März 2022 befristet und soll nun um 2 Jahre verlängert werden. Eine Analyse zur Akzeptanz ist vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie schwer möglich. Die Emsteker gehen allerdings davon aus, dass das Potenzial des Rufbussystems derzeit nicht annähernd ausgeschöpft wird. Mit 80 Fahrgästen pro Woche verlief der Start in Emstek recht vielversprechend. Der Lockdown sorgte allerdings für einen deutlichen Enbruch und ließ die Zahlen zwischen 35 und 77 Fahrgästen pendeln.

Vorbehaltlich, dass alle 13 Kommunen des Landkreises eine Weiterführung wollen, stimmt auch die Gemeinde Emstek einer Verlängerung bis März 2024 zu. Die Kosten belaufen sich für Emstek pro Jahr auf maximal 45.738 Euro.

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