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Emsteker Jugend will mitbestimmen

Der zuständige Fachausschuss hat die Gründung eines Jugendparlaments empfohlen. Initiatoren hatten zuvor über 100 Unterschriften gesammelt.

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Unterschriften übergeben: Bürgermeister Michael Fischer (links) und Ratsvorsitzender Dirk Vaske nahmen die Liste aus den Händen von (weiter von links) Ellen Lanfermann, Sophie Wolframm und Johanna Lanfermann entgegen.  Foto: kleine Holthaus

Unterschriften übergeben: Bürgermeister Michael Fischer (links) und Ratsvorsitzender Dirk Vaske nahmen die Liste aus den Händen von (weiter von links) Ellen Lanfermann, Sophie Wolframm und Johanna Lanfermann entgegen.  Foto: kleine Holthaus

Ein neues Jugendparlament steht in der Gemeinde Emstek kurz vor der Gründung. Einstimmig hat der Ausschuss für Familie-, Kultur-, Jugend und Sport seine Empfehlung ausgesprochen, die Einrichtung anzustreben und die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. "Für gewisse Projekte müssen erst die Zeit und die Personen gekommen sein", meinte Emsteks Bürgermeister Michael Fischer während der Sitzung. Dieser Zeitpunkt scheint nun erreicht zu sein.

Die notwendige Ernsthaftigkeit hatte man im Vorfeld sehen wollen und die Antreiberinnen des Parlaments – Sophie Wolframm, Johanna Lanfermann und Ellen Lanfermann – hatten eine Liste mit über 100 Unterschriften gesammelt, die im Rathaus abgegeben wurde. Zuvor war auch in Sozialen Netzwerken geworben worden, wo es unter anderem hieß: "Wir wollen Jugendlichen eine Stimme geben. Inzwischen gibt es in vielen Städten und Gemeinden Kinder- und Jugendparlamente. Sie sollen zu einer Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Bereichen beitragen. Sie sind Sprachrohr aller Kinder und Jugendlichen und informieren die Öffentlichkeit und Politik über deren spezifische Wünsche und Bedürfnisse."

Zahl der Mitglieder ist noch festzulegen

Als "Bereicherung für das politische Leben" wertete Fischer das Engagement, das unbedingt gefördert werden solle. Darin waren sich Rat und Verwaltung auch schon auf der Klausurtagung vor wenigen Wochen einig. Die notwendigen Grundlagen und Details sollen nach dem am 16. März zu treffenden Ratsbeschluss abgestimmt werden. Zu den zu klärenden Fragen gehört unter anderem die Aufstellung einer Satzung und einer Wahlordnung, wobei insbesondere die Zahl der Mitglieder im Jugendparlament festzulegen ist, der Kreis der Wahlberechtigten, der Wahltermin und die Dauer einer Legislaturperiode. 

Das Jugendparlament gibt sich zudem eine eigene Geschäftsordnung und soll auch mit finanziellen Mitteln ausgestattet werden, um Veranstaltungen durchzuführen und beispielsweise eine Internetseite aufzubauen. Als Ziele wurden in dem Antrag unter anderem die Einführung von Jugendlichen in die Politik sowie die Durchsetzung der Wünsche und Erwartungen der Jugendlichen genannt. Außerdem möchte der Nachwuchs die Gemeinde grundsätzlich für Jugendliche attraktiver gestalten.  

Beschlüsse aus dem Jugendparlament werden nicht unmittelbar umgesetzt. Entscheidungen dieses Gremiums werden aber als Anträge in den Fachausschüssen, dem Verwaltungsausschuss und dem Rat behandelt werden.

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