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Emsteker CDU will Prüfung des geplanten Parkplatzes an der E233

5 Hektar werden nördlich der Kraftstraße verplant. Die Stellplätze können nach Ansicht der Christdemokraten auf andere Anlagen verteilt werden.

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Die Brummis rollen: Damit sie auch geparkt werden können, sind in Drantum zwischen nördlich der E233 Parkmöglichkeiten sowie ein WC geplant. Dafür werden fünf Hektar Fläche benötigt. Guter Boden, der der Landwirtschaft dauerhaft entzogen wird. Symbolfoto: Vorwerk

Die Brummis rollen: Damit sie auch geparkt werden können, sind in Drantum zwischen nördlich der E233 Parkmöglichkeiten sowie ein WC geplant. Dafür werden fünf Hektar Fläche benötigt. Guter Boden, der der Landwirtschaft dauerhaft entzogen wird. Symbolfoto: Vorwerk

Einige Anmerkungen zum vierstreifigen Ausbau der E233 im Bereich der Gemeinde Emstek sind aus dem Rathaus an die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr geschickt worden, nachdem der Rat den entsprechenden CDU-Antrag positiv entschieden hat.

Unter anderem wird der in Drantum geplante Neubau einer WC-Anlage mit Parkmöglichkeiten (PWC-Anlage) für Lkw kritisch gesehen. Der Standort ist nicht akzeptabel, heißt es in dem Schreiben. Die Verlagerung an einen anderen Standort beziehungsweise die Verteilung der Stellplätze auf die übrigen PWC-Anlagen soll genauso geprüft werden wie der gänzliche Verzicht.

Im Bestand WC-Anlagen errichten

Dort, wo aktuell geplant wird, handelt es sich um bestes Ackerland. Fünf Hektar Boden werden der Landwirtschaft auf Dauer entzogen, „obwohl andere Gebiete entlang der Strecke wesentlich weniger intensiv landwirtschaftlich genutzt werden“, heißt es in der Begründung. Aus dem Rathaus wird vorgeschlagen, die Anzahl der Parkstände auf die übrigen Standorte aufzuteilen, um so den Flächenbedarf für die Auf- und Abfahrten sowie die Regenrückhaltungsmaßnahmen einzusparen.

Die Verwaltung rechnet vor: Diese Möglichkeit wurde bereits auf der südlichen Straßenseite in Fahrtrichtung A1 genutzt. Dort werden auf drei Standorten je 55 Lkw-Parkstände bereitgestellt. In westlicher Richtung sind es auf vier Standorten 41 Lkw-Parkstände. „Ein gänzlicher Verzicht sollte unter Ausnutzung der rechtlich maximal möglichen Distanz zwischen bestehenden und geplanten PWC-Anlagen an der Strecke der E 233 sowie die gerade erst ausgebauten PWC-Anlagen an der A1 (Cappeln Hagelage und Ahlhorn Kellersteine) ernsthaft geprüft werden“, lautet es in dem Schreiben. „Im Zuge des angestrebten Ausbaus der E233 vorgesehene Park-/Rastanlagen sind zwingend mit WC- und Sanitäranlagen auszustatten“, lautet die Forderung abschließend.

Kleeblatt an der A 1 ist üppig dimensioniert

Kritisch wird auch der weitere Verlauf der E233 gesehen. Insbesondere der Flächenbedarf für die neue Anschlussstelle an der A1 in Form eines Kleeblatts wird bemängelt. Dies ist „sehr großzügig geplant und erscheint im Vergleich zu anderen Knotenpunkten dieser Art erheblich überdimensioniert“. Zwei Auffahrten sind zwei­streifig geplant, was als unnötig erachtet wird und die Akzeptanz in der Bevölkerung „gegen Null tendieren lässt“.

Radweg bei neuer Brücke nicht vergessen

Die Autobahnbrücke der Caspar-Schmitz-Straße wird abgerissen und ersetzt. In diesem Zuge soll nach Emsteker Meinung die Breite so gewählt werden, dass einseitig auch ein Geh- und Radweg neu angelegt wird. Die Bestandsverbindung ist in den Plänen und im Erläuterungsbericht als Wirtschaftsweg ausgewiesen. Man bittet nun um Prüfung, ob die Straße nicht gemäß der tatsächlichen Widmung und Charakteristik als Gemeindestraße einzustufen ist.

Gleichzeitig soll darauf geachtet werden, ob dies Auswirkungen auf das Bauwerk und die dazu gehörigen Rampen hat. Bezüglich des Radweges wird angemerkt, dass für diese Gemeindeverbindungsstraße bereits ab Ortsausgang Emstek bis zur Brücke eine entsprechende Trasse installiert ist. Eine gemeinsame Nutzung von Radfahrern und motorisiertem Verkehr stellt ein Risiko für die schwächeren Verkehrsteilnehmer dar, zumal Schwerlast- und landwirtschaftlicher Verkehr dort unterwegs sind.

Mitsprechen möchte man aus Emsteker Sicht auch bei der geplanten Lärmschutzwand zwischen Dorf- und Husumer Straße in Bühren. Dieses Bauwerk „wird das Erscheinungsbild des Ortes stark verändern, weshalb die Möglichkeit zur Mitgestaltung bei der Ausführungsplanung ausschlaggebend für die Akzeptanz sein wird.“

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