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Eine Verlängerung des Billigtickets wäre ein finanzpolitisches Harakiri

Thema: Politiker wollen neues Billigticket – Wenn es so kommen sollte, dann muss die Politik auch aufgrund des Rechts auf Gleichberechtigung des ländlichen Raums den Tankrabatt verlängern.

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Es war von Beginn an eine klare Sache: Für viele Politiker würde das 9-Euro-Ticket für den Nah- und den Regionalverkehr keine nur auf 3 Monate begrenzte Sache bleiben. Das sollte für sie nur ein Aufgalopp sein, um ein zumindest ähnlich günstiges Ticket auf Dauer durchzudrücken.

Darüber ließe sich vielleicht reden, wenn es dem Land finanziell gut gehen würde. Stattdessen: Die Konjunktur droht dramatisch einzubrechen, die Inflation bewegt sich weiter auf hohem Niveau, und immer weniger Steuerzahler müssen immer mehr Steuern aufbringen, um das Ganze irgendwie am Laufen zu halten.

"Anstatt sich angesichts dieser tiefgreifenden Probleme in Sparsamkeit zu üben und wie ein ordentlicher Kaufmann das Geld zusammenzuhalten, gebärden sich führende Politiker, als würde in Berlin im Finanzministerium der berühmte Dukatenesel stehen."Klaus-Peter Lammert

Anstatt sich angesichts dieser tiefgreifenden Probleme in Sparsamkeit zu üben und wie ein ordentlicher Kaufmann das Geld zusammenzuhalten, gebärden sich führende Politiker, als würde in Berlin im Finanzministerium der berühmte Dukatenesel stehen. Tut er aber nicht. Und so wird die Politik mit einer Fortführung des Billigtickets die unverantwortliche Ausgabenpolitik fortsetzen. Und dabei werden manche Politiker ausschließlich wieder ihr Wählerklientel statt das Staatswohl im Auge haben.

Wenn es aber so kommen sollte, dann bitte schön muss die Politik auch den sogenannten Tankrabatt verlängern. Denn der nutzt in erster Linie den Bürgern auf dem Land, die sich nicht alle 5 Minuten in einen Bus oder eine U-Bahn setzen können, weil ein ÖPNV-Netz wie in den Städten und Regionen gar nicht möglich ist auf dem Land. Zwar wäre auch die Tankrabattverlängerung ein finanzpolitisches Harakiri, aber das Recht auf Gleichberechtigung des ländlichen Raums erfordert es fast zwingend.

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