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Ein zweites Pieper-Gelände will die Politik verhindern

Bis zu acht Wohneinheiten sollen in Emstek möglich sein. Nur 40 Prozent der jeweiligen Grundstücke dürfen überbaut werden, was eine zu hohe Verdichtung ausschließen soll.

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Seit langem brach: Das ehemalige Coma-Gelände sowie die Fläche vom Autohaus Riemann werden überplant. Weit über 100 Mietwohnungen können dort entstehen. Foto: Thomas Vorwerk

Seit langem brach: Das ehemalige Coma-Gelände sowie die Fläche vom Autohaus Riemann werden überplant. Weit über 100 Mietwohnungen können dort entstehen. Foto: Thomas Vorwerk

Leicht modifiziert worden ist der Entwurf des Bebauungsplanes „Emstek – Lange Straße / Zum Esch“, der in der Sitzung des Planungsausschusses am Mittwoch einstimmig empfohlen worden ist. Nach Gesprächen mit dem Investor und dessen Architekten habe man Änderungswünsche berücksichtigt, hieß es in der öffentlichen Sitzung, an der auch Nachbarn des Bereiches teilgenommen hatten.

Zufahrt erschließt auch weitere Grundstücke in der zweiten Reihe

Demnach soll es bei einer durchgängigen Erschließung vom Bereich Lange Straße in Richtung Zum Esch bleiben, allerdings wird die Zufahrt von der Landesstraße aus bis an die östliche Grundstücksgrenze des ehemaligen Autohauses Riemann gerückt. So können auch weitere Grundstücke erschlossen werden, die sich östlich an das Riemann-Gelände anschließen.

Die überplante Fläche reicht bis an den Osternburgweg und erlaubt auch dort sechs beziehungsweise im Mischgebiet an der Lange Straße auf gesamter Länge sogar acht Wohneinheiten. Dort ist teils eine gewerbliche Nutzung vorgeschrieben. Ratsherr Peter Kleene (CDU) warnte davor, Zustände wie auf dem Pieper-Gelände in Cloppenburg zu bekommen. Die dichte Bebauung dort wird durchaus kritisch gesehen. In dem überplanten Gebiet von der Straße Zum Esch bis inklusive des hinteren Teils der Bäckerei Knappe könnten 140 Wohnungen geschaffen werden, hatte Stephanie Geelhaar vom Planungsbüro Diekmann, Mosebach und Partner überschlägig festgestellt.

Stellplätze sollen nach Möglichkeit in Tiefgaragen entstehen

„Ziel von Politik und Verwaltung ist es, das Beispiel Cloppenburg nicht zu wiederholen. Dafür haben wir hier den passenden Entwurf, der gegenüber den ersten Vorschlägen des Investors mit über 200 Wohneinheiten deutlich besser ist“, versicherte Bürgermeister Michael Fischer. Mit einer Grundflächenzahl von 0,4 werde eine zu enge Bebauung verhindert, erklärte Geel­haar. Stellplätze sollten nach Möglichkeit in Tiefgaragen geschaffen werden. Dies sei am Ende aber dem Investor überlassen.

Die Erschließungsstraße ist als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen, in dem Schrittgeschwindigkeit gilt. Walter Lohmann (CDU) regte in diesem Zusammenhang an, die Verkehrs­planung weiträumiger zu überdenken. Auf der Straße „Zum Esch“ gelte aktuell 50 Stundenkilometer als Limit. Angesichts der Rechts-vor-Links-Regelung an den Kreuzungsbereichen „Zur Poggenburg“ und „Zum Mühlenbach“ zu schnell, befand der Fahrlehrer.

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