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Ein starkes Zeichen

Thema: Der Menschenrechtspreis für Belarus ist gut gewählt. Was in Minsk und anderen weißrussischen Städten passiert, erinnert an die friedliche Revolution der Bürger in der damaligen DDR.

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Es ist ein starkes Zeichen des Europaparlaments für Menschenrechte und Meinungsfreiheit: Wahrscheinlich gibt es derzeit niemand anderen, der den Sacharow-Menschenrechtspreis so verdient hat wie die Opposition in Belarus. Seit dem 9. August protestiert sie friedlich, aber machtvoll gegen Präsident Alexander Lukaschenko. Der kann sich und seine Schergen nur noch unter Einsatz gröbster Gewalt im Amt halten.

Dass, was an jedem Wochenende in Minsk und anderen weißrussischen Städten passiert, erinnert an die friedliche Revolution der Bürger in der damaligen DDR. Sie fegten 1989 ein Unrechtsregime, das tagtäglich gegen elementare Menschenrechte verstoßen hatte, nach über 40 Jahren einfach hinweg. Dieser Blick in die deutsche Geschichte mag den Weißrussen Mut machen, dass ihr Kampf am Ende erfolgreich sein und die Demokratie auch in ihrem Land siegen wird.

Das wäre ein Lichtblick in Zeiten, in denen es um die Demokratie in vielen Ländern auf dieser Erde schlecht bestellt ist, in der die Lukaschenkos und Co. Länder nach Gutdünken regieren und auspressen. Die Belarussen zeigen dem Rest der Welt allwöchentlich, dass es sich lohnt, für die Demokratie zu kämpfen. Das führt hoffentlich auch bei uns im sogenannten Westen den Menschen vor Augen, welch ausgesprochen schützenswertes Geschenk sie mit ihrer Demokratie haben. Der frühere britische Premierminister Winston Churchill hat das einmal treffend auf den Punkt gebracht: „Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.“ Die Belarussen unterschreiben das sofort.

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