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Ein richtiger Weg

Thema: Debatte um sozialen Pflichtdienst – Es gibt viele gute Gründe für die Einführung. Der Eingriff ins Leben junger Menschen ist verkraftbar. Denn früher gab es diesen bereits.

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Zunächst einmal: Die Idee zu einem sozialen Pflichtdienst, wie das Kind inzwischen heißt, stammt nicht von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Der hat lediglich einen Vorschlag der CDU aus dem Jahr 2019 aufgegriffen. Deswegen verwundert es natürlich nicht, dass sich die Christdemokraten nun hinter den Präsidenten stellen.

Dass es viele gute Argumente für einen solchen Dienst gibt, lassen die Kritiker wie der Verdi-Chef Frank Werneke geflissentlich außer Acht, wenn er dem Staat etwa vorwirft, in die Lebensplanung junger Menschen einzugreifen. Natürlich, das täte der Staat, wenn er einen solchen Dienst einführt. Aber er täte es wieder. In früheren Jahren war das gang und gäbe, zumindest bei der jungen männlichen Bevölkerung.

Gemeinschaft funktioniert nur, wenn alle auch einen Beitrag leisten

Denn die hatte die Wahl zwischen Wehr- und Zivildienst. Die wenigsten dürften dem Staat seinerzeit vorgeworfen haben, in ihre Lebensplanung eingegriffen zu haben. Zumal sich das Leben auch mit einem solchen Dienst gut planen ließ.

Es wäre im Übrigen in der Debatte um den Pflichtdienst wichtig, den Fokus darauf zu legen, dass Gesellschaft letztlich nur funktionieren kann, wenn jeder Bürger nicht nur seine Vorteile ziehen will, sondern wenn jeder auch bereit ist, seinen Beitrag zum Gelingen der Gemeinschaft zu leisten. Letzteres aber drängen auch Politiker seit geraumer Zeit immer mehr in den Hintergrund. Sie erwecken den Eindruck, als könne der Staat mit der Geldverteilung nach dem Gießkannenprinzip unbegrenzt für allgemeines Wohlbefinden sorgen. Nur: Das ist ein Irrweg. Es ist dringend an der Zeit, das zu erkennen.

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