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Ein Preis von Bürgern für Bürger: CDU will Ehrenamtspreis reaktivieren

Die Garreler CDU-Fraktion hat einen entsprechenden Antrag gestellt. Er ist am Montag Thema im Ausschuss für Familien, Senioren, Kultur und Sport. Das Vorhaben trifft in der Politik auf Unterstützung.

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Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dirk Koopmann mit dem Antrag auf Wiedereinführung des Ehrenamtspreises in Garrel. Foto: Heinzel

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dirk Koopmann mit dem Antrag auf Wiedereinführung des Ehrenamtspreises in Garrel. Foto: Heinzel

Die CDU-Fraktion im Garreler Gemeinderat hat einen Antrag zur Wiedereinführung des 2014 eingestellten Ehrenamtspreises vorbereitet und in die politische Beratungsfolge eingebracht. „Die Zeit und das Engagement der Ehrenamtlichen darf nicht als selbstverständlich angesehen werden“, sagt der Fraktionsvorsitzende Dirk Koopmann.

Das Vorhaben steht auf der Tagesordnung des am kommenden Montag (24. Januar) tagenden Ausschusses für Familien, Senioren, Kultur und Sport. Dirk Koopmann erwartet eine breite Unterstützung für den Antrag seiner Partei, denn während des Kommunal-Wahlkampfes hätten alle im Rat vertretenen Fraktionen auf die eine oder andere Art einen solchen Preis gefordert. „Es kann ein gemeinsames Projekt für Garrel werden“, sagt er.

Ein Ehrenamtspreis wurde von 2000 bis 2014 verliehen

Ein solcher Ehrenamtspreis wurde in der Gemeinde bereits zwischen 2000 und 2014 verliehen. Für die Einstellung des Preises habe es nicht den einen Grund gegeben, erläutert Koopmann. Letztlich habe der Preis damals nicht mehr die Wertschätzung ausgedrückt, die Preis und Preisträger verdient gehabt hätten.

Ein Auslöser für das Ansinnen der CDU, den Preis zu reaktivieren, sei das herausragende ehrenamtliche Engagement innerhalb der Gemeinde während der weiterhin existierenden Pandemie gewesen. Die CDU-Fraktion hatte das Thema schließlich auf ihrer Klausurtagung am 13. November 2021 diskutiert und das Ergebnis in einen Antrag gegossen.

"Der Preis soll unter Beteiligung der Bürger verliehen werden."Dirk Koopmann, CDU-Fraktionsvorsitzender Gemeinderat Garrel

Wie der Ehrenamtspreis, das damit zusammenhängende Prozedere und die Verleihung aussehen werden, ist dabei noch offen. Zwar nennt Dirk Koopmann ein paar Eckpunkte: „Der Preis soll unter Beteiligung der Bürger verliehen werden.“ Zudem könnte es einen Bürgerehrenamtspreis, der über eine Online-Abstimmung verliehen würde, geben. „Damit können wir auch die Bevölkerung in die Preisverleihung einbinden, die dann besonderes Engagement honorieren kann“, sagt Dr. Christoph Penning, CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender.

Ein Gremium aus Mitgliedern des Rates sowie Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Garrel solle die genauere Ausarbeitung des Ganzen übernehmen. Den Mitgliedern wolle man keine unnötigen Fesseln anlegen, sie sollten ergebnisoffen an ihre Aufgabe herangehen können, so Koopmann. „Je detaillierter der Antrag ausgearbeitet ist, desto festgelegter ist der mögliche Weg des Gremiums“, meint der CDU-Ratsherr.

Grundlage für die neuen, aktualisierten Bestimmungen des Ehrenamtspreises könnte die alte Satzung sein, meint Dirk Koopmann: „Es ist eine gute Diskussionsgrundlage.“ Das genannte Gremium könnte einen „weichen Kriterienkatalog“ für die Verleihung des Preises erarbeiten, denn dieser solle eine Wertigkeit haben und an einen kleinen, überschaubaren Personenkreis verliehen werden. „Ein schnellstmöglicher Beginn der Verleihung“ sei wünschenswert, aber Priorität habe eine vernünftige Umsetzung. „Die Zusammenarbeit im neuen Rat ist gut“, sagt Dirk Koopmann und zeigt sich zuversichtlich, eine einvernehmliche Lösung zu finden.

BfG, FDP und Grüne unterstützen Antrag, SPD-Fraktion entscheidet am 19. Januar über ihre Position

Das Wählerbündnis Bürger für Garrel (BfG), die FDP und Bündnis90/Die Grünen haben auf Nachfrage der Redaktion eine Unterstützung des Antrags angekündigt. Die SPD-Fraktion werde ihre Position zur Wiedereinführung des Ehrenamtspreises auf ihrer Sitzung am Mittwochabend (19. Januar) diskutieren und klären, sagte der Fraktionsvorsitzende Paul Drees. Arnold Hannöver, Fraktionsvorsitzender der BfG, sagte, der Preis müsse eine Wertigkeit haben und dürfe dementsprechend nur an herausragende und verdiente Persönlichkeiten verliehen werden. Das könne aber auch bedeuten, dass der Preis nicht jährlich verliehen werde. Reinhard Meyer, der für die Grünen im Gemeinderat sitzt, sagt: „Das Ehrenamt ist eine ganz wichtige Säule bei uns in der Gemeinde und sollte entsprechend gewürdigt werden.“ Uwe Behrens (FDP) formuliert es ähnlich: „Das Ehrenamt ist ein sehr, sehr wichtiges Standbein unserer Gesellschaft.“ Diese Bedeutung sollte ein Ehrenamtspreis auch widerspiegeln.

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