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Ein kräftiger Hebel

Thema: Laschet und die Klimakosten des Wohnens – Nach jetzigem Stand muss der Mieter alleine für den CO₂-Preis aufkommen. Laut Armin Laschet soll das jedoch „keinen Bestand haben“.

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Bei der Miete und dem CO₂-Preis ist also noch nicht das letzte Wort gesprochen: richtig so! Zuletzt war eine Einigung der Koalition aus Union und SPD im Bundestag gescheitert. Der Entwurf sah vor, dass Mieter und Vermieter die Mehrkosten durch den CO₂-Preis jeweils zur Hälfte tragen. Daraus wurde nichts, die Unionsfraktion sperrte sich.

Die Folge: Nach jetzigem Stand muss der Mieter alleine für den CO₂-Preis aufkommen. Das aber soll laut Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet „keinen Bestand haben“.

Zunächst mal ist das gut für den sozialen Frieden. Mieter haben in den vergangenen Jahren ohnehin schon stark unter dem vielerorts überhitzten Immobilienmarkt gelitten. Eigentümer hingegen konnten, wo der Markt das zuließ, die Miete kräftig nach oben schrauben – und sich zugleich über kräftige Wertzuwächse bei ihrem Eigentum freuen.

Dass also, wenn es nach Laschet geht, Mieter nicht alleine die Kosten des Kampfes gegen den Klimawandel stemmen müssen, ist eine Frage des Anstands – immerhin zählen sie häufig nicht gerade zu den Vermögenden.

Zugleich ist die Ankündigung Laschets ökologisch wichtig. Denn natürlich ist das individuelle Heizverhalten der Mieter für den Kampf gegen den Klimawandel wichtig. Doch dieses wird bereits über den Energiepreis reguliert. Wie viel Geld aber Eigentümer in Dämmung und moderne Heizung investieren, liegt nicht in der Hand der Mieter. Hier braucht es einen kräftigen finanziellen Hebel – die Beteiligung der Vermieter an den Mehrkosten. Gut, dass Laschet das erkennt.

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