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Ein Armutszeugnis

Thema: Bundeswehr ist in katastrophalem Zustand – Die Verteidigung wurde in Deutschland über Jahre vernachlässigt. Hätte man sich an das 2-Prozent-Ziel gehalten, könnten wir jetzt ruhiger schlafen.

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Deutlicher hätte die Kritik am Zustand der Bundeswehr nicht ausfallen können: Heeresinspekteur Alfons Mais hat, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, gesagt, sie stehe ziemlich blank da. Heißt: Im Verteidigungsfall wäre sie nicht in der Lage, das Land vor einem Aggressor zu schützen. Ein fürchterliches Politikversagen in den vergangenen Jahren, zu vertreten von der Langzeitkanzlerin Merkel und den unter ihr amtierenden Verteidigungsministerinnen und -ministern. Sie tragen die Verantwortung dafür, dass die Bundeswehr regelrecht kaputtgespart worden ist.

Und welch ein Armutszeugnis ist es für die Politik in den vergangenen beiden Jahrzehnten, dass dieses Land, dessen Politiker doch so gerne im Konzert der weltweit führenden Nationen mitspielen wollen, in der Ukraine-Krise nicht einmal seinen Nato-Verpflichtungen ohne Probleme nachkommen kann. So muss sich die Panzergrenadierbrigade 37, die die Nato in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt hat, die benötigte Flugabwehr in anderen Ländern borgen. Eigene Bestände hat sie nicht.

„Hätte Deutschland sich daran gehalten, könnten die Bürger mit Blick auf die Bundeswehr ruhiger schlafen.“Klaus-Peter Lammert

Heute, angesichts des Krieges in der Ukraine und der dadurch für das ganze Europa ausgehenden Kriegsgefahr, rächt es sich auf brutalst mögliche Weise, dass die deutsche Politik denen gefolgt ist, die die Bundeswehr für überflüssig hielten, weil das Land ja angeblich von Freunden umgeben ist.

Zur Erinnerung: Wie heftig war da auch die Kritik am damaligen US-Präsidenten Donald Trump, als der auf die Verpflichtung der Nato-Partner hinwies, pro Jahr 2 Prozent ihres Bruttosozialproduktes in die Streitkräfte zu investieren. Hätte Deutschland sich daran gehalten, könnten die Bürger mit Blick auf die Bundeswehr ruhiger schlafen. So bleibt nur die Hoffnung auf genügend Zeit, Versäumtes schnell nachholen zu können.

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